Video-Gruß zu Losar

Die Video-Sequenzen haben wir heute von Tarsin aus Tsurphu erhalten und veröffentlichen sie hier gern mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen zum tibetischen Neujahrsfest ‚Losar‘ am 16.02. Zum Beginn des Jahres ‚männlicher  Erd-Hund‘ (s. u. Wikipedia –> Kombination aus Geschlecht, Element und Tier)  gibt es entsprechende Feierlichkeiten und Lama-Tänze.

Tsurphu ist die Residenz des Karmapa, des Oberhauptes der Karma-Kagyü-Schule des Tibetischen Buddhismus. Das Kloster befindet sich in etwa 4.270 Meter Höhe in der Gemeinde Gurum im Kreis Tölung Dechen, rund 70 km westlich von Lhasa in Tibet.

Weitere Informationen auf de.wikipedia.org:

Nonnenversammlung Dolma Lhakang

Heiße Debatte im Schneegestöber von Dolma Lhakang

Eine kurze Video-Szene von einer Debattier-Übung haben wir aus Dolma-Lhakang erhalten:

Die Ausbildung von tibetischen Mönchen besteht unter anderem auf einem umfassenden Studium der wichtigsten philosophischen Texte des Buddhismus. Manche Texte werden sogar komplett auswendig gelernt. Schon die kleinen Mönche am Anfang ihrer Ausbildung lernen, ihr Wissen mit Hilfe der Debatte zu vertiefen, indem sie das Gelernte in der Debatte analysieren. Bei den Debatten gibt es Verlierer und einen Gewinner. Der Schiedsrichter entscheidet darüber. Die Debatte gilt als ein wichtiges Mittel, den Geist lebendig zu erhalten und kritisches Denken zu schulen.

Das Debattieren gehört seit Buddhas Zeiten zur buddhistischen Tradition. Im Buddhismus der Tibeter hat es diese besondere Form angenommen. Die Mönche üben das Debattieren meistens in einer Dreiergruppe. Einer ist der Herausforderer, einer der Verteidiger und einer der Schiedsrichter. Der Verteidiger sitzt, während der Herausforderer vor ihm steht. Der Herausforderer, der auf den sitzenden Verteidiger zugeht, klappt die Arme zusammen und klatscht in die Hände, was eine symbolische Bedeutung hat. Mit Worten versucht er, das vom Verteidiger Gesagte zu widerlegen, während der Verteidiger mit neuen Begründungen seinen Standpunkt verteidigt.

Wer die Debatte gewonnen hat, entscheidet der Schiedsrichter, der die ganze Debatte aufmerksam mitverfolgt.

ROKPA Deutschland e. V. unterstützt das Kloster Dolma Lhakang z. B. :

Wir freuen uns auf Ihre Spende!

Bilanz der Gassenküche in Kathmandu 2016/2017

Die ROKPA- Gassenküche im nepalesischen Kathmandu ist im Winter seit über zwei Jahrzehnten ein Magnet für viele, die kaum wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.

Margrit Stahel war von Anfang an als freiwillige Helferin mit dabei, ebenso wie Annemie. Sie erinnern sich daran, wie sie damals immer wieder aufs Neue aus einer Schutthalde einen Platz hergerichtet haben, wo die hungrigen Gassenküchengäste zweimal täglich ihr Essen bekamen?

Inzwischen leitet Margrit aus dem Schweizer Schaffhausen die Organisation der Gassenküche und informiert darüber, was sich seit damals verändert hat. Es gibt inzwischen auf dem Gelände, das ganzjährig gemietet wurde, drei kleine, mit Wellblech bedeckte Häuschen.

Gassenküche Nepal

Vorbereitungen für ein schmackhaftes Mittagessen

In einem werden Patienten, die zur Gassenküche kommen, medizinisch versorgt. Ein anderes Häuschen dient der Ausgabe von Kleidern und das dritte ist Wohnung für die beiden nepalesischen Köche während der drei Monate,  in denen die Gassenküche aktiv ist. „Die durchgefrorenen Gäste erhalten morgens einen heißen Milchtee und ein frisches, süßes Brötchen. Mittags nehmen die Gäste der ROKPA-Gassenküche ihre Mahlzeiten aus sauberen Metallschüsseln und sitzend auf Bambusstangen ein. Es gibt täglich das Nationalgericht,
bestehend aus Reis, Linsen und einem Curry mit Kartoffeln und dem jeweiligen Tagesgemüse
wie Blumenkohl, Spinat, Rettich oder Kohl.“

Die Gassenküche in Zahlen

  • Anzahl der ausgegebenen Mahlzeiten pro Tag: 600
  • Kosten pro Tag: 167 €
  • Lebensmittelverbrauch im ganzen Winter:
    4.410 kg Reis, 510 kg Dal, 2.310 kg Gemüse, 2.310 kg Kartoffeln, 63 kg Tee, 575 kg
    Zucker, 13.790 Stück Brötchen

Medizinische Ambulanz

  • Anzahl der Behandlungen im ganzen Winter: 800
  • Kosten für 10 Behandlungen 66 €

 

Dank und Grüße zu Weihnachten und Jahreswechsel

Liebe Freundinnen und Freunde von ROKPA,

nun sind schon wieder die meisten Monate dieses Jahres vergangen. Und man kann durchaus sagen, dass es ein turbulentes Jahr war, auf das wir zurückblicken. Nicht nur in gesellschaftlicher
und politischer Hinsicht, nicht nur das Wetter hat uns zu schaffen gemacht, sondern so manche und mancher unter uns hat auch persönlich mit familiären, gesundheitlichen und beruflichen Problemen gekämpft.

Immer wieder verfallen wir der Idee, dass die Welt erst perfekt ist, wenn das Wetter so mitmacht, wie wir das wünschen, wenn wir alle gesund sind und beruflichen Erfolg haben. Sicherlich ist das alles nett, aber im Laufe eines Lebens wird man irgendwann akzeptieren müssen, dass es immer wieder bergab und dann auch wieder bergauf gehen kann mit unserem vermeintlichen Glück oder Unglück.

Panorama Tibet

Durch die Reisen in die tibetischen Gebiete und den Kontakt mit vielen Menschen dort, habe ich diejenigen besonders schätzen gelernt, die, auch wenn sie mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, den Mut nicht verlieren, den Kopf nicht in den Sand stecken und fröhlich bleiben. Die mit großer Hingabe sich um Patienten kümmern, ihre kranken und alten  Verwandten pflegen und kein großes Aufhebens darum machen. Und häufig leben sie in einer häuslichen Umgebung, die wir selbst beim Abenteuerurlaub oder beim Camping nicht haben
wollten.

Deshalb möchte ich Sie heute aufs Neue bitten, uns dabei zu unterstützen, den Menschen zu helfen, die Unterstützung brauchen, um anderen zu helfen oder für andere da zu sein: als Arzt, als Seelsorger, als Lehrer, als Träger einer Kultur, die sich Gelassenheit, Mitgefühl und Streben nach Weisheit zum Ziel gesetzt hat.

Barbara Pfeiffer 2017Insbesondere jetzt in den beginnenden weihnachtlichen Tagen, wo wir schenken möchten, ist statt übergroßen Geschenken vielleicht auch eine Spende eine gute Idee.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben ein wunderbares Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr

Ihre Barbara Pfeiffer

Anderen helfen mit ROKPA – sich selbst helfen mit Tara Rokpa

Dr. Akong Tulku Rinpoche, der Begründer von ROKPA, war ein außergewöhnlicher Mensch mit außergewöhnlichen Visionen. Sein größter Wunsch war es, zum Wohl aller Lebewesen beizutragen. Vor allem ging es ihm darum, dass alle oder möglichst viele die Chance bekommen, ihr eigenes, innewohnendes Potential zu entfalten. Das gilt für die Menschen in den Projekten von ROKPA, aber auch für uns Menschen hier im Westen. Daher hat er – neben der Hilfsorganisation ROKPA – auch die Organisation und gleichnamige Methode Tara Rokpa geschaffen. Wenn wir von Tara Rokpa als Methode sprechen, ist es eine Verbindung der tibetischen Heilkunst für den Geist (sems gso ba rig pa) mit Formen der westlichen Therapie.

Tara Rokpa Therapeuten

Tara-Rokpa-Therapeutentam mit Dr. Akong Tulku Rinpoche 2005

Es ist Hilfe zur Selbsthilfe für westliche Menschen, basierend auf bewährten Methoden von tibetischer Medizin mit Elementen aus dem Buddhismus. Dr. Akong Tulku Rinpoche hat, mit guten Gründen, die drei Bereiche seiner Arbeit,

  • die Hilfsorganisation (ROKPA),
  • den Buddhismus (Samyé-Ling in Schottland), und
  • seine Form der Therapie (Tara Rokpa)

organisatorisch voneinander getrennt. Doch die zugrunde liegenden Prinzipien von Mitgefühl und Austausch mit anderen sind in allen drei Bereichen dieselben. Und so gibt es zunehmend Verflechtungen zwischen der Hilfe für andere, und der Hilfe zur Selbsthilfe im therapeutischen Bereich.

Dr. Ulrich Küstner, einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden von ROKPA Deutschland e.V., ist gleichzeitig einer der Seniortherapeuten und Ausbilder der Tara Rokpa Therapy Association. Barbara Pfeiffer ist öfters auf dem Tara Rokpa Sommercamp, um dort ROKPA-Projekte vorzustellen und Spender zu treffen. Sie hat schon zweimal Tara Rokpa- TeilnehmerInnen auf Reisen nach Ost-Tibet mitgenommen. Und so möchten wir aus besonderem Anlass die übliche Trennung der beiden Bereiche Hilfsorganisation (ROKPA) und Therapie (Tara Rokpa) einmal aufheben und Tara Rokpa hier vorstellen:

Tara Rokpa wird sowohl in eigenständigen Kursen zur Entspannung und Selbstheilung angeboten, und auch als eine längerfristige Methode zur persönlichen Entwicklung und Reifung innerhalb einer stützenden Gemeinschaft. Tara Rokpa ist nicht religiös, wird in einem therapeutischen Rahmen angeboten, vermittelt von ausgebildeten AnleiterInnen mit psychotherapeutischer Ausbildung, und verlangt keine Anbindung an eine religiöse Überzeugung oder Organisation.

Die erste in sich abgeschlossene Phase von Tara Rokpa, „Zurück zu den Anfängen“, bietet spezielle Methoden, um das eigene Leben, die eigene Erfahrung, zu sichten und zu verarbeiten, und daraus neue Impulse für die Zukunft zu gewinnen. Dieser Weg, sich selber besser kennenzulernen und sich selbst ein Freund zu werden, ist für fast jede/n geeignet und zu empfehlen.

Wir möchten daher an alle Spender und Interessenten von ROKPA die Einladung aussprechen, sich Tara Rokpa anzuschauen, oder diese Information an Menschen weiterzugeben, die Unterstützung und Sortierung in ihrem Leben brauchen könnten. Alle können diesen Weg nutzen, den Dr. Akong Tulku Rinpoche für uns Menschen im Westen entwickelt hat.

Dazu gibt es folgende Gelegenheiten

Weitere Informationen

Internationales Tara-Rokpa-Therapeutenteam 2017

Internationales Tara-Rokpa-Therapeutenteam 2017

Lha Nä Bab Dü Tschen – Das Herunterkommen von den Göttern

Zwei Filmchen sind aus Dolma Lhakang, vom 10.11.2017 eingetroffen. Es handelt sich um einen der wichtigsten Buddhistischen Feiertage. „Lha Nä Bab Dü Tschen“. Das bedeutet etwa soviel wie ‚Fest des Herunterkommens von den Göttern‘ im Gegensatz zu Himmelfahrt bei den Christen 😉

Es heißt, dass alles Gute was man an diesem Tag tut, millionenfach vervielfältigt wird. Leider auch alle Missetaten!

Jedenfalls haben gestern die Nomaden 130 Yaks zum Kloster gebracht, um sie zu befreien. D.h. sie werden ab jetzt frei leben und müssen keine Angst haben, geschlachtet zu werden.

Tibetreise Herbst 2017

Reiseangebot 2018: Einmal Tibet und zurück…“Demkok“

Noch eine Reise auf den Spuren von Akong Rinpoche in den tibetischen Gebieten Westchinas. Von Chengdu nach Kandze, Demkok, Kyegu, Nangchen, Zatu und zurück.

Wir fliegen von Frankfurt nach Chengdu, der Hauptstadt von Sichuan. Dort lassen wir uns für einen Tag (und zwei Nächte) im tibetischen Viertel treiben und tauchen in die Welt der Tibeter ein, die hier Handel treiben oder zum Einkaufen hergekommen sind. Am nächsten Tag fliegen wir nach Kandze auf 3.400 Metern Höhe, wo wir uns an zwei Tagen an die Höhe gewöhnen, das Treiben in der Stadt wahrnehmen, ein Nonnenkloster und den Geburtsort des 1. Karmapa besuchen können.

Von Kandze aus nehmen wir einen Minibus und fahren über Land zum Kloster Namgyal Ling, das Stammkloster des Thangka Malers Sherab Palden Beru, der lange Jahre in Samye Ling gelebt und gearbeitet hat, bevor er fast hundertjährig verstarb. Von dort aus geht es in den Ort Demkok, ein kleiner Ort in der Nähe der Grenze zur Autonomen Region Tibet. Hier ist ein altes Kloster namens „Dolma Lhakang“ (nicht das Dolma Lhakang von Akong Rinpoche) und auf dem Hügel gibt es eine Stupa am Geburtsort des 16. Karmapa.

Dann geht es weiter Richtung Yushu, wo wir an zwei Tagen die Gelegenheit haben, verschiedene Pilgerorte zu besuchen. Nach Nangchen führt uns eine vierstündige Fahrt. Dort besuchen wir in Shonda einige junge tibetische Ärzte, die ROKPA ausgebildet hat und besuchen ihre Arbeitsstätte. Shonda liegt in einer atemberaubend schönen Gegend und man kann in der Umgebung das Kloster Jabpa besuchen, die Heilpflanzenplantage von ROKPA besichtigen und das Leben der Menschen im Ort miterleben.

Ein Tagesausflug nach Choptrak wäre möglich, wo Khenpo Damchö Dawa, den manche aus Samye Ling kennen, eine Waisenschule gegründet hat.

Von Shonda aus fahren wir dann Richtung Zatu, ein Bezirk ebenso wie ein Städtchen auf ca. 4.000 Metern Höhe über dem Meer, wo die ROKPA-Ärztin Chunga Lhamo mit ihrem Mann Yeshi eine Arztpraxis für Arme betreibt und dabei von ROKPA unterstützt wird. Zatu ist umgeben von Nomadengebieten und ist in den Monaten Mai und Juni einer der Hauptumschlagplätze für das Heilmittel „Jartsagumbu“, zu Deutsch „Sommergras-Winterwurm“, das in der tibetischen und der chinesischen Heilkunde als Grundlage für ein vitalisierendes Heilmittel teuer gehandelt wird. Der Ertrag vom Verkauf des Sommergras-Winterwurms dient vielen Familien als  Haupteinnahmequelle für ein ganzes Jahr.

Nach ca. zwei Tagen in Zatu und Umgebung machen wir uns auf den Rückweg nach Yushu, von wo aus wir zurückfliegen nach Chengdu und von dort nach Hause.

Kosten vorrausichtlich 2.600 Euro.

Darin enthalten Flüge von Frankfurt bis Chengdu und zurück, Inlandsflüge, Transportkosten, Hotel im Doppelzimmer, Gruppenvisum für China, Übersetzerkosten und eine Organisationspauschale.

Nicht enthalten: Essen, private Spenden an Klöster, private Einkäufe.

Anmerkung: ROKPA-Vorstandsmitglied Barbara Pfeiffer organisiert die Reise ehrenamtlich für Tsawa Dolma Lhakang, dem Kloster von Akong Rinpoche. Die Organisationspauschale sowie alles, was übrig bleibt von den Einnahmen, geht an das Kloster.

Mindestteilnehmerzahl: 5, Maximale Teilnehmerzahl 8
Reisetermin: 22.September bis 7. Oktober 2018

Verbindliche Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2018.

Verbindliche Anmeldung bedeutet eine E-Mail mit der Zusage sowie eine Überweisung von Euro 1.000 als Anzahlung auf das Konto von ROKPA Deutschland e.V. Bankverbindung: GLS Bank Bochum, IBAN DE61 4306 0967 7914 1075 00

Kommt die Reise aufgrund mangelnder Teilnehmer nicht zustande, wird die Anzahlung auf Wunsch komplett zurückerstattet oder ganz oder teilweise in eine Spende umgewandelt. Wir die Reise vom Teilnehmer vor Reiseantritt storniert, wird eine Bearbeitungspauschale von Euro 200 einbehalten. Wer eine Kreditkarte hat, kann, falls die Flüge schon gebucht sind, durch die Reiserücktrittsversicherung die Kosten für das Flugticket erstattet bekommen. Weitere Zahlungen fallen erst im Monat vor Reiseantritt an.

Praxis Tibetische Medizin Header

Besuch bei Chunga Lhamo und Yeshi Sommer 2017

Reisebericht von Barbara Pfeiffer

Dank besserer Straßen kann man Zatu inzwischen von Yushu aus in ca. vier Autostunden erreichen. Wir haben Mitte Juni und kommen über mehrere Pässe. Dort hat sich der Dauerregen in Schnee verwandelt. Unterwegs halten wir in einem Dorf, weil es einen Laden gibt. Interessant, was man hier alles kaufen kann: im Prinzip alles! Von Batterien über Süßigkeiten zu Reis, Schuhen und Hüten! Ich fühle mich an den Laden von Frau Was bei Jim Knopf von der Augsburger Puppenkiste erinnert. Alles, was der Mensch in dieser abgelegenen Gegend, weit vom nächsten größeren Ort so braucht, gibt es hier.

In Zatu erwarten uns Chunga Lhamo und ihr Mann Yeshi bereits. Auch die Kinder sind dabei im Auto. Wie die Orgelpfeifen, die drei Mädchen und der Bub, noch ein Säugling. Ich bewundere die Energie, mit der Chunga Lhamo das alles meistert. Wir fahren zum Haus der Schwiegereltern, das momentan leer steht. Die ganze Familie ist unterwegs. Von Mai bis Juli graben die Tibeter nach dem „Jartsa Gönbu“, das ist zu Deutsch „Sommergras-Winterwurm“  (Ophiocordyceps sinensis, Chinesischer Raupenpilz), eine Spezies, die hauptsächlich hier im Hochland vorkommt und ein wichtiger Bestandteil sowohl für Medikamente der tibetischen als auch chinesischen Heilkunde ist. Das macht ihn zur Haupteinnahmequelle der Familien in diesen Regionen. Mit Sack und Pack sind sie unterwegs, um dieses Halbwesen zwischen Pflanze und Tier auszugraben und dann auf dem Markt möglichst teuer zu verkaufen. Zatu ist einer der Hauptumschlagplätze für diese Ware. Der Jartsa Gönbu gilt allgemein als sehr vitaminreich und wird als Stärkungs-und Potenzmittel sowohl in der tibetischen als auch der chinesischen Medizin eingesetzt.

Nach einem Imbiss besuchen wir die Ambulanz der beiden Ärzte, die noch vorübergehend in einem Raum schräg über den Hof untergebracht ist. Dort finden wir in Regalen an der Wand Kräuterpillen in großen Gläsern, Kräuter, die in blauen großen Tonnen gelagert werden, ein Desinfektionsgerät, abgepackte Medikamente in einer Vitrine. Darüber hinaus zeigt uns Yeshi seine zahnärztlichen Instrumente, mit denen er die Zähne seiner Patienten untersucht, flickt und auch zieht, wenn es notwendig ist.

Endlich geht es zum Neubau der Praxis, der auf Yeshis eigenem Grundstück steht. Damit ist sichergestellt, dass die Praxis nicht immer wieder umziehen muss, wie in den letzten Jahren. Der Rohbau ist fertig. Insgesamt gibt es drei Räume. Einer wird als Apotheke und Untersuchungsraum dienen, einer als zahnärztlicher Behandlungsraum und der dritte Raum ist für Patienten, die über Nacht bleiben müssen, gedacht. Der Bau wurde von Yeshi und Chunga Lhamo vorfinanziert durch ein Darlehen bei einem Verwandten. Nun können wir Ihr dank großzügiger Spenden, das Geld für den Bau übergeben. Noch ist einiges zu tun. Es fehlt ein Holzfußboden, Regale müssen angefertigt werden. Im Hof soll ein Brunnen gegraben werden und auch eine Toilette ist notwendig, die im Außenbereich sein wird, wie in den meisten traditionellen Häusern in Tibet. Die neue Praxis liegt an einer der neuen Straßen. Gegenüber ist ein Neubaugebiet. Sie wird leicht zu finden sein für die Patienten aus dem Ort und von außerhalb. Chunga Lhamo und Yeshi untersuchen die Patienten kostenlos, ebenso geben sie die Medikamente kostenlos oder zu einem geringen Preis ab. Deshalb wird in der Regel die Praxis gut besucht von all denen, die sich sonst einen Arztbesuch und eine Medikation nicht leisten könnten.

Das funktioniert nur wenn wir Spenden für medizinische Hilfe in Tibet bekommen. Ihre Spenden.

Yeshi ist ein viel beschäftigter Mann. Ein Aktivist. Sein Heimatort ist Zatu, wo er auch die gemeinsame Praxis mit Chunga Lhamo betreibt. Er behandelt nicht nur Patienten mit Erkältungen, Magen-Darm-Problemen und Rheumatismus usw., sondern kann auch Zähne behandeln oder ziehen. Wenn ihm Zeit bleibt, fährt er im Sommer in die umliegenden Nomadengebiete, um die dort lebenden Menschen medizinisch zu versorgen. Er gibt die Medikamente kostenlos an seine Patienten. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit ist auch medizinische Aufklärung, insbesondere über die Prävention von HIV, Tb und andere hochansteckende Krankheiten. Doch nicht nur das, letzten Sommer hat er sie auch dazu angeregt, den in der Gegend herumliegenden Müll zu sammeln. Yeshi kann so aktiv sein, weil seine Frau Chunga Lhamo die Familie mit ihrem Gehalt ernährt und weil ROKPA die Medikamente bezahlt, die er an die Patienten gibt. Er selbst bekommt kein Gehalt. Wir wünschen uns, dass viele Menschen so aktiv sind wie Chunga Lhamo und Yeshi. Und wir möchten Chunga Lhamo und Yeshis Arbeit mit Ihrer Spende für medizinische Hilfe in Tibet unterstützen!

 

Reiseangebot 2018: „Einmal Tibet und zurück“ Dege und Palpung

Von Chengdu nach Kandze, Dege, Palpung, Dechen und Shangrila. Auf den Spuren von Akong Rinpoche in den tibetischen Gebieten Westchinas.

Das ist der Plan:

Chengdu ist der Ausgangspunkt. Wir erleben die ersten Tibeter, sowohl Laien als auch Mönche und Nonnen auf den Straßen des tibetischen Viertels, die dorthin zum Einkaufen kommen in den Geschäften, die Waren für den alltäglichen Bedarf für Tibeter anbieten. Von Teetassen, Räucherstäbchen, Mixern über Mönchsroben bis zu Gebetsfahnen findet sich hier fast alles. Wir verlassen Chengdu auf dem Luftweg und fliegen nach Kandze auf 3.400 Metern, wo wir uns mit passender Ernährung und „langsam tun“ an die Höhe anpassen. In Kandze gibt es viel zu sehen, und in der Nähe von Kandze das Nonnenkloster von Lhamdrak Rinpoche und auch den Geburtsort des ersten Karmapa. Von Kandze aus führt unser Weg weiter nach Dege. Dege ist der Name einer Stadt und eines Bezirks, es war früher sogar ein Königreich. Dort werden wir das berühmte „Par-Khang“, die Holzblockdruckerei besichtigen.

Wenn es die Zeit erlaubt machen wir einen Tagesausflug dem Yangtse entlang, um an einem Ort die von ROKPA errichtete Stupa am Geburtsort des 2. Karmapa zu sehen und das uralte Kloster Wangdu zu besichtigen.

Das nächste Ziel ist Peyul, wo ein riesiges Kloster zu sehen ist. Am Tag darauf geht es weiter zum berühmten Kagyu-Kloster Palpung, dem traditionellen Sitz des Jamgon Kongtrul Rinpoche und Tai Situpa. Von dort machen wir uns auf nach Batang, wo ROKPA viele Jahre eine Shedra namens Tru De Gön unterstützt hat. Hier hat Akong Rinpoche einmal ein eindrucksvolles Teaching zur Umwelt gegeben.

Das nächste Ziel ist Dechen, wo wir eine Thangka-Malschule mit Blick auf die berühmte Bergkette Kawa Karpo aufsuchen. Von Dechen aus fahren wir über Panze Ragpa, wo wir einen Besuch in einer ROKPA-Waisenschule machen, nach „Shangri La“. Dort besuchen wir am Abend die Altstadt und fliegen am nächsten Tag zurück nach Chengdu.

Die Reise auf den Spuren von Akong Rinpoche ist gedacht für Tara-ROKPA-Teilnehmer, ROKPA-Spender und Menschen, die sich Tibet, den Tibetern und dem Buddhismus verbunden fühlen.

Wir fahren soweit möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder wir mieten einen Minibus. Die Reise ist auf acht Teilnehmer begrenzt und wird stattfinden, wenn fünf verbindliche Anmeldungen vorliegen.

Voraussichtliche Kosten: ca. 2.600 Euro.
Darin enthalten: Flug Frankfurt-Chengdu und zurück. Zwei Inlandsflüge. Transport innerhalb des Landes, Unterkunft, Gruppenvisum für China, Übersetzer, Organisationspauschale

Nicht enthalten: Kosten für Essen, Eintritte, Opfergaben, persönliche Einkäufe

Anmerkung: Barbar Pfeiffer, Vorstandsmitglied von ROKPA Deutschland e. V., organisiert die Reise ehrenamtlich für Tsawa Dolma Lhakang, dem Kloster von Akong Rinpoche. Die Organisationspauschale sowie alles, was übrig bleibt von den Einnahmen, gehen an das Kloster.

Reisetermin: 14. – 29.Juli 2018

Verbindliche Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

Anmeldeschluss ist der 31.Dezember 2017.

Verbindliche Anmeldung bedeutet eine E-Mail mit der Zusage sowie eine Überweisung von Euro 1.000 als Anzahlung auf das Konto von ROKPA Deutschland e.V. Bankverbindung: GLS Bank Bochum, IBAN DE61 4306 0967 7914 1075 00

Kommt die Reise aufgrund mangelnder Teilnehmer nicht zustande, wird die Anzahlung auf Wunsch komplett zurückerstattet oder ganz oder teilweise in eine Spende umgewandelt. Wir die Reise vom Teilnehmer vor Reiseantritt storniert, wird eine Bearbeitungspauschale von Euro 200 einbehalten. Wer eine Kreditkarte hat, kann, falls die Flüge schon gebucht sind, durch die Reiserücktrittsversicherung die Kosten für das Flugticket erstattet bekommen. Weitere Zahlungen fallen erst im Monat vor Reiseantritt an

Dolma Lhakang Retreathaus Header

Klausurhaus von Dolma Lhakang durch Regenfälle zerstört

Mitte Juli 2017 gab es in Tsawagang derartig starke Regenfälle, dass das Klausurhaus, das zum Kloster Dolma Lhakang gehört, völlig zerstört wurde. Die zwölf Mönche, die im dritten Jahr der traditionellen Drei-Jahres-Klausur waren, mussten die Klausur unterbrechen.

Noch in diesem Jahr soll mit dem Wiederaufbau des Gebäudes begonnen werden. Die Drei-Jahres-Klausur ist ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung der Mönche, ein wichtiger Bestandteil der Kulturarbeit im Kloster Dolma Lhakang.

Wir bitten um Spenden mit dem Verwendungszweck „Wiederaufbau Dolma Lhakang“.

Wir haben dazu ein eigenes Projekt nebst Dokumentation eingerichtet.