Bilanz der Gassenküche in Kathmandu 2016/2017

Die ROKPA- Gassenküche im nepalesischen Kathmandu ist im Winter seit über zwei Jahrzehnten ein Magnet für viele, die kaum wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.

Margrit Stahel war von Anfang an als freiwillige Helferin mit dabei, ebenso wie Annemie. Sie erinnern sich daran, wie sie damals immer wieder aufs Neue aus einer Schutthalde einen Platz hergerichtet haben, wo die hungrigen Gassenküchengäste zweimal täglich ihr Essen bekamen?

Inzwischen leitet Margrit aus dem Schweizer Schaffhausen die Organisation der Gassenküche und informiert darüber, was sich seit damals verändert hat. Es gibt inzwischen auf dem Gelände, das ganzjährig gemietet wurde, drei kleine, mit Wellblech bedeckte Häuschen.

Gassenküche Nepal

Vorbereitungen für ein schmackhaftes Mittagessen

In einem werden Patienten, die zur Gassenküche kommen, medizinisch versorgt. Ein anderes Häuschen dient der Ausgabe von Kleidern und das dritte ist Wohnung für die beiden nepalesischen Köche während der drei Monate,  in denen die Gassenküche aktiv ist. „Die durchgefrorenen Gäste erhalten morgens einen heißen Milchtee und ein frisches, süßes Brötchen. Mittags nehmen die Gäste der ROKPA-Gassenküche ihre Mahlzeiten aus sauberen Metallschüsseln und sitzend auf Bambusstangen ein. Es gibt täglich das Nationalgericht,
bestehend aus Reis, Linsen und einem Curry mit Kartoffeln und dem jeweiligen Tagesgemüse
wie Blumenkohl, Spinat, Rettich oder Kohl.“

Die Gassenküche in Zahlen

  • Anzahl der ausgegebenen Mahlzeiten pro Tag: 600
  • Kosten pro Tag: 167 €
  • Lebensmittelverbrauch im ganzen Winter:
    4.410 kg Reis, 510 kg Dal, 2.310 kg Gemüse, 2.310 kg Kartoffeln, 63 kg Tee, 575 kg
    Zucker, 13.790 Stück Brötchen

Medizinische Ambulanz

  • Anzahl der Behandlungen im ganzen Winter: 800
  • Kosten für 10 Behandlungen 66 €

 

Aktuelle Daten und Fakten von den ROKPA-Projekten in Nepal

Hier ein Bericht über den Stand der Dinge, seit dem Erbeben in Nepal 2015. Z. T. wurden die Bilder per Smartphone-App übermittelt und stehen daher nur in geringer Größe zur Verfügung.

Schule wurde wieder aufgebaut

In einem kleinen Ort namens Dhanmale, 10 Busstunden von Kathmandu war im Erdbeben die Schule kollabiert. ROKPA hat diese Schule wieder aufgebaut.  Einweihung war am 12. April. Nun können 260 Kinder endlich wieder in die Schule gehen.

Gassenküche

Rokpa Suppenküche in NepalWegen des Erdbebens wurde die letztjährige Gassenküche bereits Anfang November geöffnet. Insgesamt wurden diese Mengen an Lebensmitteln von acht bis zwölf Helfern, die gleichzeitig vor Ort waren, ausgegeben. Insgesamt gab es neunzehn Freiwillige, zwei Köche und fünf zusätzliche Nepali als Helfer.

Die Bilanz bisher:

  • Rokpa Gassenküche in NepalReis 8.790 kg
  • Kartoffeln 4.575 kg
  • Gemüse 4.575 kg
  • Linsen 956 kg
  • Tee 78 kg
  • Zucke 725 kg
  • Brötchen 20.330 St.
  • Holz 10,7 Tonnen

 

Frauenwerkstatt

Rokpa-Projekt Frauenwerkstatt in NepalEs sind momentan 10 Frauen im Alter von 20 bis 45. Die Frauen haben zusammengezählt 23 Kinder, die sie mit ihrem Einkommen in der Werkstatt ernähren können. Die Kinder gehen zur Schule, wenn sie alt genug sind und bekommen eine Ausbildung. So entgehen sie dem Teufelskreis, in dem ihre Mütter waren.

Kinderhaus

Rokpa-Projekt Kinderhaus in Nepal58 Kinder und Jugendliche leben derzeit im ROKPA Kinderhaus in Bodhnath bei Kathmandu. Die Altersspanne geht von 5 bis 27 Jahren, wobei die überwiegende Mehrheit zwischen 8- und 16-jährig ist. Jedes der Kinder hat eine traurige Geschichte hinter sich. Die Kinder und Jugendlichen kümmern sich rührend umeinander. Immer wenn ein Kind neu aufgenommen wird, bekommt es ein älteres Kind als Betreuer. Ein Prinzip, das der ROKPA-Gründer Akong Rinpoche eingeführt hat und das hervorragend funktioniert. Die Älteren kümmern sich um die Jüngeren. Darüber hinaus kümmern sich die Hausmutter, eine Betreuerin für die ganz Kleinen und natürlich auch Bijay, der Gesamtmanager, um die Belange der Kinder.

Gästehaus und Restaurant

Rokpa-Projekt Gästehaus in NepalHier arbeiten ehemalige Kinder aus dem Kinderhaus und bieten den Gästen einen angenehmen  Aufenthalt mit wunderbarem Erfolg: sowohl bei Trip-Advisor als auch Booking.com bekamen sie die besten Bewertungen.

Aus Betreuten wurden Mitarbeiter

Von den ehemaligen ROKPA-Kindern sind nun 10 als  Angestellte in den ROKPA-Projekten tätig: Bijay (General Manager ROKPA Nepal), Hemraj (Gästehaus-Manager), Sagar (Projekt-Manager ROKPA Nepal), Krishna Hari (Organisation Frauenwerkstatt), Sharmila, Kelsang, Reema, Puja, Prakash und Sujan als Angestellte mit  verschiedenen Aufgaben im Gästehaus und Kinderhaus).

Chunga Lhamos Praxis

So vielen Menschen helfen wie möglich

Das ist das Motto von Chunga Lhamo: „Ich möchte so vielen Menschen wie möglich helfen.“ Die heute Anfang Dreißigjährige war neun Jahre alt, als sie das Glück hatte, einen Schulplatz in der Waisenschule von ROKPA in Yushu zu bekommen. Sie war in der ersten Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die zu Ärzten der tibetischen Heilkunde ausgebildet wurden und 2006 ihr Diplom machten. Anschließend bekam sie ein Stipendium für Großbritannien, wo sie in Edinburgh zwei Jahre lang Englisch lernte und Computerkenntnisse erwarb. Dann ging sie zurück in ihren Heimatort Jelong, wo sie schnell einen Arbeitsplatz im tibetischen Krankenhaus bekam.

Dokumentarfilm von Sitar Rose http://www.sitarrose.com

„Seit mein Vater starb, als ich ein kleines Mädchen war, ist es mein großer Wunsch, Menschen in den ganz abgelegenen Gebieten zu helfen, die keinen Arzt in der Nähe haben und vielleicht deshalb sterben müssen, so wie mein Vater.“ Aus diesem Grund hat Chunga Lhamo 2011 mit ihrem Mann Yeshi zusammen eine eigene kleine Arztpraxis in Zatu, vier Autostunden von Yushu entfernt, aufgemacht.

„Unsere Behandlung umfasst Beschwerden von einfachen Erkältungen bis hin zu Bluthochdruck, Arthritis, Magen- und Gallenproblemen. Außerdem bieten wir zusätzlich einfache zahnmedizinische Behandlungen an, was uns von anderen Praxen unterscheidet.“ Im Sommer fahren sie in die Nomadengebiete und bieten Sprechstunden an für die Menschen, die sonst tagelange Fahrten zum nächsten Krankenhaus auf sich nehmen müssten. Chunga Lhamo leistet Geburtshilfe und beide machen Patientenbesuche zu Hause.

Das können sie leisten, weil die kleine Praxis Unterstützung von ROKPA bekommt. Bewusst hat sich das Paar dafür entschieden, dass Yeshi ganz für die Praxis zuständig ist  und Chunga Lhamo den Familienunterhalt mit ihrem Gehalt als Schulärztin in Yushu bestreitet. Inzwischen haben sie drei kleine Töchter und Chunga Lhamo arbeitet fast rund um die Uhr: von Montag bis Freitag in der Schule, am Wochenende in Zatu, dazu noch der Haushalt und die Kinder.

Yeshi hat eine Zusatzausbildung für zahnärztliche Grundbetreuung und schon so manchen Eiterzahn gezogen und Patienten von unerträglichen Schmerzen befreit. Nun gibt es eine neue Herausforderung. Die gemieteten Praxisräume mussten sie wegen Kündigung aufgeben und haben für den Übergang eine Notlösung gefunden.

„Wir bauen zwei Praxisräume auf unserem eigenen Grund, direkt neben unserem Wohnhaus. Das liegt direkt an einer neuen Straße und wird für die Patienten gut zugänglich sein. Die Baugenehmigung haben wir und einen Kredit von der Bank. Wir bitten um die Hilfe von ROKPA, damit wir diesen Kredit bald ablösen können!“

Chunga Lhamo und Yeshi haben sich ca. 9.000 Euro geliehen, um ihr Projekt dauerhaft und unabhängig zu machen, um möglichst vielen Menschen zu helfen. Wir bitten Sie, liebe Spender und Freunde von ROKPA, um Spenden für die medizinische Hilfe in Tibet, die dringend gebraucht wird.

Dolma Lhakang Header 2016

Nahrhaftes für die Nonnen und Mönche

Je höher man kommt, desto weniger wächst. Je abgelegener das Gebiet ist, desto teurer werden die Nahrungsmittel, die nicht vor Ort angebaut werden können. Doch speziell in der großen Höhe sind Reis, Mehl und Öl wichtige Grundnahrungsmittel, die die Menschen in diesen Regionen neben ihrer Diät aus geröstetem Gerstenmehl (Tsampa), Butter, Joghurt und Fleisch brauchen, um gesund zu bleiben.

Das gilt speziell für die Mönche und Nonnen in Dolma Lhakang auf 4.500 Metern Höhe, von denen die meisten kein Fleisch essen. Damit die Spenden an ROKPA für die Nahrungsmittel der Nonnen und Mönche wirtschaftlich verwendet wird, fahren zwei oder dreimal jährlich zwei Mönche, die im Verwaltungskomitee sitzen, nach Chengdu, um dort die Nahrungsmittel einzukaufen. Die vom Kloster über 1000 Kilometer entfernte Hauptstadt der Provinz Sichuan ist für die niedrigen Preise bekannt. Und so lohnt sich der Großeinkauf hier, trotz der Transportkosten.

Wenn dann der Laster ankommt, um die Säcke mit Mehl und Reis und die Ölkanister auszuliefern, helfen alle mit.

Frauenförderung Tibet

Frauen, die nie viele Chancen hatten, brauchen Ihre Hilfe!

Rinzin Tso war ein kleines Mädchen, als ihre Eltern starben. Niemand fühlte sich so recht verantwortlich für sie. Eine Schulpflicht gab es damals noch nicht. Man schob sie zwischen den Verwandten hin und her und sobald sie mit zehn Jahren alt genug war, musste sie für ihre Unterkunft und das Essen hart arbeiten. Irgendwann wurde ihr klar, dass sie keine Chance auf  ein besseres Leben hatte, außer sie würde Nonne. Denn als solche erfuhr sie immerhin Respekt und war vor Übergriffen besser geschützt.

Arphal wurde früh verheiratet in ein Dorf fern von der Heimat. Sie hatten keine Kinder. Als ihr Mann  starb, war niemand von ihrer eigenen Familie mehr am Leben. Vor Kummer und Sorgen wurde sie krank und fand ihr Heil in der Nonnengemeinschaft Karphu Gön. Doch die heute 78jährige braucht wie jeder andere Mensch auch mehr als Essen zum Leben. Sie braucht  Medikamente, ab und zu Kleidung und warme Decken, auf 4.500 Metern über dem Meer ist der Winter lang und eisig kalt. Die anderen Nonnen helfen, so gut sie können, aber auch sie haben nur das Wenige, das ihnen ihre Familien geben können.

Karma Tschödron wurde in eine arme Familie hinein geboren. Bevor sie Nonne wurde, hat sie  nie eine Schule besucht, hatte keine Chance, etwas zu lernen. Immer nur schwer zu arbeiten für andere, die sie schlecht behandelten, war ihr Schicksal. Die heute 46-jährige hat sich für den  Eintritt in eine Nonnengemeinschaft entschlossen. Im Kreis der anderen Frauen fühlte sie sich verstanden und akzeptiert. Sie konnte Lesen und Schreiben lernen und mit den anderen  Nonnen zu Gebetszeremonien in Privathäusern ein kleines Taschengeld verdienen.

Doch Rinzin Tso, Arphal und Karma Tschödron haben etwas gemeinsam mit vielen anderen Frauen: Sie haben keine Familie, die sie unterstützen kann. Nonnen- und  Mönchsgemeinschaften können nur existieren, wenn sie von ihren Familien unterstützt werden. Jedes Kloster, insbesondere eines fernab von Touristengebieten, ist so reich wie die  Laiengemeinde ringsherum, die ihre Verwandten im Kloster unterstützt.

ROKPA hilft bisher mit Geldern fürs Essen in den klösterlichen Schulen. Das macht Nonnen und Mönche satt und die Familien, die meist auch zu kämpfen haben, werden entlastet. Aber ab und zu wird neue warme Kleidung fällig, Schuhe, Bettzeug, Geld für Medikamente wird benötigt.

ROKPA Deutschland hat einen Fonds für Nonnen gegründet. Damit die Nonnen ohne Familie  versorgt werden können, brauchen wir Ihre Spende! Bitte helfen Sie den Frauen!

 

Gesundheitsversorgung Chamdo Header

Karma Drakpa, Arzt in Chamdo

„ROKPA hat mir geholfen – jetzt ist es meine Pflicht, etwas für andere zu tun“ sagt Karma Drakpa, 34, der durch ROKPA die Chance hatte, Arzt für tibetische Heilkunde zu werden. Er hat neun Geschwister, stammt aus einer Bauernfamilie in Chamdo, Autonome Region Tibet. Die Chancen von ROKPA hat er gut genutzt. Heute arbeitet er als Arzt im tibetischen Krankenhaus in Chamdo.

Mit seinem Einkommen kann er nicht nur seine Frau und Tochter ernähren, sondern auch seine Eltern unterstützen. „Aber das ist nicht genug. Ich finde, ich muss etwas zurückgeben von dem, was ich durch ROKPA und Akong Rinpoche bekommen habe.“ Deshalb organisiert Karma Drakpa mit seinem Kollegen Tsegyal in seiner Freizeit Kampagnen für AIDS-Aufklärung und AIDS-Prävention.

„Speziell die Menschen auf dem Land haben keine Ahnung davon, wie die Krankheit übertragen wird. Ein großes Problem ist natürlich, dass über solche Dinge in unserer Kultur nicht gesprochen wird. Es ist ein Tabu-Thema.“

Krankenversorgung Chamdo

Damit sie möglichst viele Menschen erreichen, gehen die beiden Ärzte mit Flugblättern dorthin, wo sie viele Menschen treffen: auf Festlichkeiten, zu großen Veranstaltungen in Klöstern und Pilgerorten. Die Flugblätter sind auch für Menschen verständlich, die nicht lesen und schreiben können und sie erklären genau, wie sich der HIV-Erreger verbreitet und wie man sich am besten vor ihm schützen kann. Sie verteilen ihre Informationen, geben Beratung, Auskunft und praktische Hinweise.

„Ich hoffe, wir können so verhindern, dass sich noch mehr Menschen anstecken. Hier im ländlichen Raum ist die medizinische Versorgung nicht zum Besten. Wer sich hier mit AIDS infiziert, hat kaum eine Chance auf langes Überleben.“

Zusätzlich zur AIDS-Aufklärung bieten Karma Drakpa und Tsegyal kostenfreie ärztliche Untersuchung und kostenlose Medikamente für Bedürftige in und um das auf über 4.500 Metern gelegene Kloster Dolma Lhakang an.

„Die Menschen dort haben extreme Probleme durch das raue Klima. Chronische Krankheiten wie Gicht, Rheuma, Nierenleiden, Herzkrankheiten und Bluthochdruck sind an der Tagesordnung.  Doch viele können sich auch die relativ preiswerten und doch wirksamen, aus Kräutern und Mineralien bestehenden Medikament der tibetischen Heilkunde nicht leisten.“

Da ROKPA die beiden Ärzte bei ihrer Freiwilligenarbeit unterstützt, können sie Medikamente einkaufen und kostenlos an die Patienten abgeben. Mit Ihrer Spende für medizinische Hilfe können wir Projekte wie das von Karma Drakpa unterstützen! Danke!

 

ROKPA Heft 2016 Header

Aus Kindern wurden Leute

Sie waren acht oder neun Jahre alt und hatten eines gemeinsam: beide Eltern oder ein Elternteil waren gestorben und sie hatten keine Chance, in die Schule zu gehen und etwas zu lernen, denn in den 1990er Jahren mussten die Eltern noch Schulgeld bezahlen.

Doch dann kam im Jahr 1993 die Kunde, dass in der Stadt Yushu eine Schule für Waisen eingerichtet worden sei, wo die Kinder eine Ausbildung bekämen und Ärzte würden. Wer die Aufnahmeprüfung bestand, durfte bleiben. Die ersten Tage waren hart für die Kinder, ganz unter Fremden, in einer fremden Umgebung. Aber bald hatten sich die vierzig Kinder aneinander und an das neue Leben gewöhnt. Ein Leben mit festen Regeln, festen Mahlzeiten, strengen oder weniger strengen Lehrern und später sogar Lehrerinnen aus Großbritannien, die ihnen Englisch beibrachten.

Bis sie dann, im Jahr 2007 endlich, nach vielen Jahren des Lernens und Studierens, ein Diplom in der Hand hielten. Ein neuer Lebensabschnitt begann. Heute sind sie alle tätig in kleinen Dorfpraxen, als SchulärztInnen oder Leiter von medizinischen Einrichtungen, wie zum Beispiel des Arztes Tse Chu im Städtchen Zitu.

Eine Vision von Dr. Akong Tulku Rinpoche, die sich verwirklicht hat:

  • Vierzig junge Menschen bekamen eine Zukunft und können mit ihrem Einkommen heute ihre Großfamilien unterstützen.
  • Dort, wo die jungen Ärzte wirken, hat sich die medizinische Infrastruktur verbessert.
  • Die jungen Ärzte engagieren sich zusätzlich ehrenamtlich, indem sie an den Wochenenden in den Dörfern kostenlose Sprechstunden abhalten und Patienten medikamentös versorgen.

Dank ROKPA. Dank Ihrer Unterstützung für Ausbildung in Tibet!

ROKPA Ärzte in Yushu

Vordere Reihe von links nach rechts.

  • Droni (Ärztin in Nangchen, war vorher mehrere Jahre in Edinburgh zum Studium
    von Heilpflanzen)
  • Pema Youdron (Ärztin in Zado)
  • Yangche Lhatso (Ärztin und Geschäftsfrau)
  • Gantso (Arzt in Zado)
  • Tsöndrü, die vor ihrem schweren Unfall, seitdem sie querschnittsgelähmt ist, als
    Ärztin tätig war.

Hintere Reihe:

  • Palden Tsejal, der in Deutschland war und nun als Arzt und als Manager des Heilpflanzenprojekts in Nangchen arbeitet
  • Tse Chu: Leiter einer medizinischen Einrichtung in seinem Heimatort.
  • Pu Ya: heute pensioniert und früher Mädchen für alles in der Yushu Schule
  • Nyima Dhondrup (hinter Droni)
  • Damkar Rinpoche (auch bekannt als Dulmo Tschodsche Rinpoche)
  • Diana Dodd, frühere Englischlehrerin der Ärzte aus Yushu
  • Ganyi (Ärztin und Buchhalterin im Krankenhaus von Nangchen)
  • Rinchen Wangjal (Arzt und Partner von Tsondru)
  • Nyima Lhamo (Ärztin)
  • Norbu Dandu (Arzt im gleichen Krankenhaus wie Tse Chu)

Die Stupa im Hintergrund wurde zum Gedenken an Akong Rinpoche neu errichtet.  Stifter sind etwa 40 ehemaligen ROKPA-Studenten, von denen einige im Vordergrund zu sehen sind.

Die bemalten Steine rechts sind sogenannte „Mani-Steine“, d.h. sie sind mit dem Mantra „Om Mani Padme Hung“ bemalt.

Nyima Tsering ROKPA Schule

Eine Ausbildung für Nyima Tsering

„In der Zukunft will ich mein Land beschützen … und Soldat werden“, sagt uns Nyima Tsering, 14. Ein Junge, dessen Geschichte uns traurig macht und doch auch Mut. Denn wäre er nicht bei einer ROKPA-Schule, wo wäre er dann?

Nyima Tsering wuchs in einer Bauernfamilie auf und ging in eine staatliche Grundschule. Als sein Bruder in die Mittelschule kam, die mehr Geld kostet, schickten sie Nyima Tsering in die Schule von Anyong, denn dort müssen die Eltern weder Schul- noch Essensgeld bezahlen und  obendrein bekommen die Kinder gebrauchte Kleidung.

Nyima Tsering ist ein aufgeweckter Junge, der uns auch gerne ein Lied vorsingt. Doch aus seinen Augen schaut eine Traurigkeit, die wir uns nur erklären können, als wir die ganze Geschichte hören. Vor einem Jahr ist sein Vater verstorben. Seither durfte der Junge nicht nach Hause fahren. Es scheint, als wolle weder seine Mutter noch sein Bruder den Jungen wiedersehen. Wer wird nicht traurig, der so eine Geschichte liest?

Und doch: sind wir froh, dass er hier einen Platz gefunden hat in Anyongs Schule. Wo er Freunde hat und Lehrer, die sich um ihn kümmern. Möge Nyima Tsering seinen Weg gehen und neue  Freunde und eine Familie finden, die ihn nicht im Stich lässt. Doch zuerst braucht er eine Ausbildung. Mit Hilfe Ihrer Spende kann das gelingen!

ROKPA AIDS-Aufklärung in Tibet Header

AIDS-Aufklärung in Dorfgebieten um Chamdo

Karma Drakpa, 34, konnte mit finanzieller Unterstützung von ROKPA seine Auslbildung zum Arzt abschließen. Jetzt arbeitet an einer Klinik in Quamdo, einer Stadt mit ca. 570.000 Einwohnern im Osten der Autonomen Region Tibet.

„Bei meiner Tätigkeit komme ich immer wieder in die Dorfgebiete, weil wir dort Kinder impfen und bin erschreckt darüber, wie stark sich AIDS bei uns ausbreitet. Die Menschen haben keine Ahnung, wie die Krankheit entsteht. Es ist dort nach wie vor tabu, über Sex zu sprechen und viele junge Menschen werden krank. Einfach aus Unwissenheit. Dagegen will ich etwas tun. ROKPA hat mich unterstützt und nun will ich in meiner Freizeit auch etwas für andere Menschen tun.“

Und so macht sich Karma Drakpa an den Wochenenden in seiner Freizeit mit seinem Kollegen Tsegyal auf in die Dörfer zu großen Festen und Feierlichkeiten, egal welcher Art. Hauptsache, viele Menschen kommen zusammen. Dort verteilen Sie anschauliche Flugblätter, um besonders den jüngeren Menschen klar zu machen, wie sie die schreckliche Krankheit verhindern können.

Da sie auch in ihrer Eigenschaft als Ärzte dort immer wieder auf Menschen mit allen möglichen Gebrechen und Problemen stoßen, bieten die beiden inzwischen auch kostenlose Untersuchungen und Medikamente an, denn viele Tibeter haben kein Geld, um einen Arzt oder Medikamente zu bezahlen. Karma Drakpa und Tsegyal geben ihre Zeit. Doch für die Medikamente und den Druck des Infomaterials brauchen Sie finanzielle Unterstützung.

ROKPA kann dieses Projekt unterstützen, wenn Sie ROKPA mit Spenden unterstützen!

header-nepal-2015

Herzlichen Dank an alle Spender! 36.410 € für die Erdbebenopfer in NEPAL!

Zwischen April und September 2015 sind bei ROKPA Deutschland für die Hilfe in Nepal 36.410 €  zusammengekommen.

Die Arbeit von ROKPA ist langfristig ausgerichtet. Nothilfe in Katastrophenfällen gehört nicht zu unseren Kernkompetenzen. Im Falle des Erdbebens in Nepal war es aber naheliegend, dass ROKPA als lokal verankerte Organisation mit Präsenz vor Ort nicht untätig zuschaut, sondern rasch und unbürokratisch Hilfe leistet. Die Einsätze waren nicht immer einfach, manchmal sogar gefährlich für die ROKPA-Gemeinschaft und die Freiwilligen vor Ort.

Das wurde geleistet:

  • Mobile ROKPA Einsatzteams leisteten im Mai nach den zwei Beben Nothilfe in abgelegenen Dörfern, wo bis dahin keine Hilfsorganisation gekommen war. Ziel der Einsatzteams waren neun Dörfer mit Insgesamt 800 Haushalten.
  • Verteilt wurden: 5,5 Tonnen Reis,( der zum Teil aus schon vorgekochten Flocken bestand, weil die Kochmöglichkeiten stark eingeschränkt waren), 210 kg Linsen, 265 Kg Salz und 90 Liter Speiseöl, 166 166 Zeltplanen, die je nach Bedarf als mobiles Zelt zum Schutz einer ganzen Familie, für deren Tiere oder der Ernte vor dem Monsunregen dienen sollen.
  • Notärztlich versorgt wurden ca. 150 Patienten mit Verletzungen durch herunterfallende Gegenstände je nach Schwere ihrer Verletzung in das nächstgelegene Krankenhaus überführt.
  • Repariert wurden die Schäden am ROKPA-Kinderhaus, sodass die Kinder wieder sicher untergebracht sind.

Doch es geht weiter:

  • Die ROKPA Gassenküche für Bettler und Obdachlose in Kathmandu beginnt in diesem Jahr schon im November. Wir richten uns darauf ein, noch mehr warme Mahlzeiten zweimal täglich auszugeben, weil so viele Menschen alles verloren haben.
  • ROKPA finanziert im Bezirk Sindhupalchok außerhalb von Kathmandu den Wiederaufbau einer Schule. Vor dem Beben gab es dort acht Klassen mit 200 Kindern. Der Bau soll möglichst schnell vorangetrieben werden, damit die Kinder wieder in die Schule gehen können.
  • ROKPA beteiligt sich am Wiederaufbau einer Werkstatt für bedürftige Frauen.
  • ROKPA repariert das Kinderhaus und baut Unterkünfte für die ROKPA-Näherinnen.