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Die Menschen einer Region stärken

Liebe Freundinnen und Freunde von ROKPA,

in den nun 31 Jahren seit der Gründung von ROKPA Deutschland e.V. hat unsere Arbeit einige Wandlungen erfahren. Ganz zu Beginn suchte damals Magda Padma Wangyal, eine der Hauptinitiatorinnen von ROKPA in Berlin, nach Menschen, die geflüchtete TibeterInnen in Indien oder Nepal mit regelmäßigen Spenden unterstützten. Es ging damals um die Finanzierung der Ausbildung junger TibeterInnen oder um den Unterhalt für mittellose ältere Menschen und Kranke.

Dann, in den 1990er Jahren kamen durch die ersten Reisen des ROKPA-Gründers Dr. Akong Rinpoche in seine Heimat Projekte direkt in den tibetischen Gebieten zustande und fast gleichzeitig entstanden die Gassenküche, das Kinderhaus und die Frauenwerkstatt in Nepal durch die Aktivitäten von Lea Wyler. Da ROKPA immer versucht hat, mit möglichst wenig administrativem Aufwand möglichst viel für die Zielgruppen unserer Aktivitäten zu erreichen, wurden bereits in den 1990ern die Anstrengungen zur Vermittlung von einzelnen Patenschaften
ersetzt durch die Förderung von ganzen Klassen oder Projekten, sodass mehr Menschen von der Hilfe einen Nutzen hatten.

Einige von Ihnen sind uns seit der Anfangszeit in den 1980er Jahren treu geblieben, haben sogar weiterhin für „Ihr“ Patenkind Geld überwiesen,  obwohl durchaus klar war, dass das Geld inzwischen anderen zu Gute kam, weil sie es dringender nötig hatten.

Das Motto „Helfen, wo Hilfe gebraucht wird“ hat unsere Aktivitäten immer begleitet. Nun ist  es durchaus nachvollziehbar, dass dieses Motto unter Umständen als sehr hoch gegriffen angesehen werden kann. So mancher mag denken, dass das „wo Hilfe gebraucht wird“ im Sinne von „überall, wo Hilfe gebraucht wird“ zu verstehen ist. Daraus würde im Laufe der Zeit eine Haltung entstehen, die Projekte entstehen lässt, wie Produkte im Supermarkt, je nach Kundenwunsch.

Regionen der Hilfe von ROKPA Deutschland e. V.

Wir von ROKPA Deutschland gehen da seit einiger Zeit einen anderen Weg und werden uns in der Zukunft mit unserer Förderung hauptsächlich auf eine Region in den tibetischen Gebieten Chinas konzentrieren. Dort wollen wir helfen in verschiedenen Bereichen, wo es nötig ist. Mit Ihrer Hilfe.

Falls Sie aber weiterhin lieber für die Projekte in Nepal oder Simbabwe spenden möchten, können Sie das gerne weiterhin über uns tun. Im Rahmen unserer langjährigen Zusammenarbeit mit ROKPA International in der Schweiz werden wir Ihre Spenden dorthin weiterleiten.

Akong Rinpoche Foundation

Akong Memorial Foundation

Akong Rinpoche in PalpungDie Akong Memorial Foundation wurde 2013 nach dem Tode Akong Rinpoches, dem Gründer von ROKPA, von dessen Bruder Lama Yeshe Losal Rinpoche ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, die Lehren und Aktivitäten des 2. Choje Akong Tulku Rinpoche zu dokumentieren um die Übertragung auf den 3. Akong Tulku Rinpoche zu gewährleisten.

Die Foundation wird in Zukunft außerdem die Erziehung und Ausbildung des 3. Akong Tulku Rinpoche fördern und für sein Wohlergehen Sorge tragen.

Die Internetseite Akong Memorial Foundation ist im April 2017 online gegangen:
https://akongmemorialfoundation.org/

 

Bilanz 2016

Einnahmen [€] Ausgaben [€]
Kontostände am 1.1.2016 52.903,28
Spenden Tibet 99.382,72
Spenden Nepal 14.429,23
Spenden Simbabwe 402,60
sonstige Spenden 4.507,44
Spenden für Verwaltung 3.356,82
Spendeneinnahmen gesamt 122.078,81
Auszahlung an Projekte 104.128,97
Verwaltungskosten 7.115,26
Ausgaben gesamt 111.274,23
Konten am 31.12.2016 63.737,86
Saldo 174.982,09 174.982,09

Wir danken allen Spender_Innen und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen für die großartige Unterstützung.

Gründung ROKPA e. V. Deutschland

09.05.2016: 30 Jahre ROKPA e. V. in Deutschland

Am Freitag, den 9. Mai vor 30 Jahren wurde ROKPA e.V. in Berlin gegründet. Dreißig Jahre sind eine lange Zeit: es ist eine Generation von Menschen, die wir in dieser Zeit haben kommen und gehen sehen. Sie, unsere Spender und Unterstützer, sind mit uns älter oder gar alt geworden. Aus Kindern, denen wir durch Ihre Spenden einen Schulbesuch, eine Ausbildung ermöglichen konnten, sind junge Erwachsene geworden, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Manche von ihnen sogar geben das, was sie von ROKPA bekommen haben zurück an Hilfsbedürftige in ihrem Umkreis.

Das alles ist geschehen und geht weiter durch die Inspiration unseres Gründungsmitglieds Dr. Akong Tulku Rinpoche (1940-2013), der mit immensem Mitgefühl und visionärer Weitsicht ein Vorbild war und inzwischen in den tibetischen Gebieten Chinas bereits zur Legende geworden ist. Es ist aber auch geschehen durch den unermüdlichen Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer hier in Deutschland, wo wir uns dem Grundsatz mit der Ehrenamtlichkeit treu geblieben sind.

Aber vor allem konnte das auch durch Ihr Vertrauen in unsere Arbeit geschehen. Das haben Sie uns über die vielen Jahre immer wieder durch Ihre Spenden ausgesprochen. Dafür möchte Ich Ihnen von Herzen danken und ich wünsche mir, dass wir auf diese Weise noch viele Jahre zusammenarbeiten. Mit den besten Wünschen für einen herrlichen Sommer

Ihre

Barbara Pfeiffer

Auf dem Header-Bild:

v.l.n.r.: die Gründungsmitglieder Magda Wangyal, Dr. Akong Rinpoche, Christine Peters, Padma Wangyal, Ulrich Küstner, Axel Pfeiffer, Barbara Hegele

Geschichte von ROKPA Deutschland e. V. in Kurzfassung

  • Am 9. Mai 1986 Gründung des Vereins ROKPA e.V. Verein zur Unterstützung von Personen tibetanischer Herkunft in Berlin auf Initiative von Magda Wangyal nach dem Vorbild des 1980 in der Schweiz gegründeten Vereins ROKPA International.
  • Magda Wangyal vermittelt Patenschaften für bedürftige tibetische Flüchtlinge in Indien, vornehmlich Kinder, alte und kranke Menschen.
  • 1988 wird ROKPA e.V. als gemeinnützig anerkannt.
  • Ende der 1980er Jahre reist Gründungsmitglied Dr. Akong Tulku Rinpoche zum ersten Mal wieder in seine Heimat in Tibet und wird dort um Hilfe für Projekte gebeten.
  • 1990 entstehen die ersten Hilfsprojekte in den tibetischen Regionen Chinas aufgrund von Initiativen der dortigen Bevölkerung, die an ROKPA herantraten.
  • 1990 wird in Bodnath bei Kathmandu in Nepal die erste Gassenküche abgehalten, wo Freiwillige aus vielen Ländern Bettlern und Obdachlosen täglich zwei Mahlzeiten reichen und sie medizinischer Versorgung zuführen.
  • 1990 nimmt Lea Wyler erste Straßenkinder auf und bringt sie in Schulen unter.
  • 1992 wird der Vereinssitz nach Radolfzell am Bodensee verlegt.
  • 1995 Gründung des Kinderhauses von ROKPA in Boudha.
  • Frauen, die vorher bettelten, bekommen bei ROKPA in Boudha eine Ausbildung als Näherin.
  • Die Arbeit von ROKPA e.V. verlagert sich von der Vermittlung von Patenschaften immer mehr zur Suche nach Spendern für Projekte.
  • 2004 reist die Vorsitzende von ROKPA Deutschland e.V. zum ersten Mal zu Projekten in den tibetischen Gebieten. Der Schwerpunkt der Spenderwerbung verlagert sich zur Unterstützung von Projekten in den tibetischen Gebieten Chinas.
  • Die Projekte, die ROKPA Deutschland e.V. fördert, sind Projekte zur Ausbildung und Erhaltung der tibetischen Sprache und Kultur oder medizinische Projekte.
  • Je nach Zweckangabe leitet ROKPA Deutschland Spenden für die Projekte in Nepal an ROKPA International zur Ausführung weiter.
  • Die Arbeit von ROKPA Deutschland e.V. wird ausschließlich ehrenamtlich geleistet. Deshalb bleiben die Organisationskosten gering.
  • Spendeneingänge aus Deutschland in 30 Jahren gesamt: 3.110.729,10 €

Spendenaufkommen und -verwendung

ROKPA Spendenaufkommen

ROKPA Deutchland e. V. Verwendung von Spenden

Kurz überschlagen: Was konnte mit den Geldern erreicht werden?

Tibet:

  • junge Menschen bekamen eine Ausbildung, die sie in die Lage brachte, heute ihre Eltern und andere Angehörige zu unterstützen.
  • die tibetische Sprache bleibt in den tibetischen Regionen etabliert.
  • die preiswerte und wirksame tibetische Heilkunde bleibt wichtiger Bestandteil der Infrastruktur in abgelegenen Gebieten.

Nepal:

  • Junge Menschen bekamen im ROKPA Kinderhaus eine Heimat, eine Familie, eine Ausbildung.
  • Bettlerinnen konnten etwas lernen und arbeiten heute als Näherinnen.
  • Im Winter können täglich zwei warme Mahlzeiten an Bettler und Obdachlose ausgegeben werden.
  • Nach dem Erdbeben in Nepal 2015 wurden in Soforthilfe in zerstörten Dörfern Zelte und Nahrungsmittel ausgeteilt und Wiederaufbaumaßnahmen
    begonnen.

Bilanz 2015

Einnahmen [€] Ausgaben [€]
Kontostände am 1.1.2015 38.431,24
Spenden Tibet 119.996,02
Spenden Nepal 51.949,72
Spenden ohne Zweckangabe 6.263,44
Spenden Simbabwe 378,62
Sonstige Einnahmen 63,43
Spenden für Verwaltung 1.946,18
Spendeneinnahmen gesamt 180.597,41
Auszahlung an Projekte 160.162.61
Verwaltungskosten 5.962,76
Ausgaben gesamt 166.125,37
Konten am 31.12.2015 52.903,28
Saldo 219.028,65 219.028,65

Wir danken allen Spender_Innen und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen für die großartige Unterstützung.

Bilanz 2014

Einnahmen [€] Ausgaben [€]
Kontostände am 1.1.2014 55.966,04
Patenschaften 1.476,40
Nepal 6.696,54
Simbabwe 3.073,42
Tibet 99.077,33
Sonstige Spenden 4.880,82
Verkäufe 671,00
Habenzinsen 32,90
Einnahmen gesamt 115.908,41
Auszahlung an Projekte 127.208,28
Organisationskosten * 6.399,93
Ausgaben gesamt 133.608,21
Konten am 31.12.2014 38.266,24
Saldo 171.874,45 171.874,45

* Organisationskosten beinhalten Druck- und Versandkoste, Büromaterial, Aufwand für Projektreisen.

Bilanz 2013

Einnahmen [€] Ausgaben [€]
Kontostände am 1.1.2013 63.027,34
Notfallfond 6.168,00
Tibetprojekte 80.661,38
Nepalprojekte 12.093,73
Individuelle Patenschaften 7.634,42
Spenden allgemein 4.110,92
Simbabwe 747,50
Verkäufe 2.035,74
Spenden Verwaltung 2.000,00
Zinseinnahmen 121,47
Summe Einnahmen 115.573,16
Verwaltungskosten 9.009,10
Auszahlung für Projekte 113.625,36
Konten am 31.12.2013 55.966,04
Saldo 178.600,50 178.600,50

Bilanz 2012

Einnahmen [€] Ausgaben [€]
Kontostände am 1.1.2012 56.402,82
Patenschaften 6.925,08
Nepal 7.620,40
Simbabwe 905,00
Allg. Spenden 1.053,20
Tibet 81.230,69
Verkäufe 1.905,83
Zinsen 238,67
Kosten Verwaltung 3.231,76
Kosten Werbung 1.112,20
Auszahlungen an Projekte 88.910,39
Einnahmen / Ausgaben gesamt  99.878,87 93.254,35
Konten am 31.12.2012 63.027,34
Saldo 156.281,69 156.281,69

Akong Rinpoche 17.03.2011

Akong Rinpoche Schweiz 2011„Ich bin der Ansicht, ein Mensch ohne Kultur und Traditionen kann nie ein wirklich glücklicher Mensch sein.“

Akong Rinpoche beim Tag der offenen Tür von ROKPA Schweiz in Zürich am 17. März 2011