Akong - a remarkable life header

Dokumentarfilm über Akong Rinpoche

Es gibt ein neues „Projekt“, das sich aus der Fertigstellung eines Films über den ROKPA-Gründer Akong Rinpoche ergeben hat: Den Transfer und die Bescheinigung von Geldern, die bei Filmvorführungen in Deutschland gespendet wurden sowie die zentrale Dokumenation von Vorführungsterminen.

Alles Weitere zum Film und zu Vorführungsterminen finden Sie auf der entsprechenden Projektseite.

Aus der Pressemitteilung an die Zeitschrift „Budhismus aktuell“ vom 12.05.2018:

„Akong – A Remarkable Life“ ist ein preisgekrönter Dokumentarfilm (2017) von Chico Dall’Inha über das Leben und Wirken von Akong Rinpoche. Inzwischen ist der Film mit deutschen Untertiteln versehen und in nächster Zeit an mehreren Orten zu sehen (Berlin, Hamburg, Heidelberg, Oldenburg).

In Heidelberg und Berlin werden neben dem Film in Vortragsveranstaltungen die Schwerpunkte von Akong Rinpoches Lebenswerk vorgestellt: Bewahrung und Förderung des Buddhismus tibetischer Prägung, Therapie und Heilung, und Hilfe zur Selbsthilfe.

Alle Einnahmen aus den Filmvorführungen werden zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in und um das Kloster Tsawa Dolma Lhakang, dem Stammkloster Akong Rinpoches im Distrikt Chamdo, Osttibet (ART) verwendet, insbesondere für Bildung und medizinische Versorgung.

Akong Rinpoche (1939-2013) war einer der ersten tibetischen Lehrer, die nach der Flucht aus Tibet im Jahre 1959 in den sechziger Jahren in den Westen gelangt sind, und einer der wenigen, die auch hier geblieben sind und gearbeitet haben. Er hat zusammen mit Chögyam Trungpa Rinpoche das älteste und inzwischen größte tibetisch-buddhistische Kloster in Europa, Samyé-Ling in Schottland, gegründet und bis zu seinem Tode geleitet.

Neben der bewegenden Geschichte seiner frühen Jahre und Flucht zeigt der Film, wie Akong Rinpoche sich stets um die anderen gekümmert hat. Er sorgte sich darum, dass die buddhistischen Lehren nicht verloren gehen, dass an der Meditation interessierte Menschen gute LehrerInnen finden, dass junge Menschen besonders in Tibet Ausbildung und Erziehung finden, dass leidenden Menschen engagiert und konkret geholfen wird, und dass Menschen, die einen therapeutischen Zugang zur inneren Entwicklung suchen, diesen auch erhalten. Der Gedenkveranstaltungen in Heidelberg und Berlin wird die drei Säulen seiner weitsichtigen Aktivität und deren heutigen Stand vorstellen.

Jahresrückblick 2018

Liebe Freundinnen und Freunde von ROKPA,

dieses Jahr im Juli bin ich mit einer Gruppe von sieben Personen auf den Spuren von Akong Rinpoche, dem Gründer von ROKPA, durch Teile der chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan gereist. (Details und Reiseberichte werden in den nächsten Wochen hier veröffentlicht.) Diese Provinzen haben gemeinsam, dass sie zu der tibetischen Kulturregion Kham gehören, dem Hauptgebiet für die Projekte von ROKPA, die durch Akong Rinpoche, dem Gründer von ROKPA initiiert wurden. Eines hatten die Projekte immer gemeinsam: sie waren von den Menschen vor Ort gewünscht und lagen ihnen am Herzen.

ROKPA-Reise nach TibetEin wichtiges Anliegen von ROKPA war es, Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, ihnen eine Chance im Berufsleben zu geben, aber gleichzeitig ihre kulturelle Identität zu stärken.

Die allermeisten dieser Projekte sind in der Zwischenzeit ausgelaufen. Aus unterschiedlichen Gründen. Ein wichtiger und für die Reisegruppe deutlich sichtbarer Grund ist der große wirtschaftliche Fortschritt in diesen Regionen. Durch den Bau von Straßen auch in die größeren Orte wurde eine verbesserte Infrastruktur geschaffen. Zur Zeit ist die Bauwirtschaft wie in vielen Ländern der Welt sehr aktiv. Das bedeutet Arbeit für viele Menschen auf dem Bau, wo sie als auch als ungelernte Arbeiter gutes Geld verdienen können und mit ihrem Einkommen auch ihre Kinder unterstützen können, die, um zur Universität zugelassen zu werden, ab dem 10. Schuljahr Schulgebühren, Essen und Unterkunft bezahlen müssen, weil die staatliche Förderung nur bis zum Ende der neunten Klasse gilt.

In diesem Sektor besteht also nicht mehr so viel Unterstützungsbedarf, auch wenn wir immer wieder mit Härtefällen konfrontiert werden, wo Schüler ihre Ausbildung abbrechen müssen, weil die Eltern krank geworden waren.

Andere Menschen in der tibetischen Gesellschaft bedürfen nach wie vor der Unterstützung. Hirtenfamilien, die wie ihre Vorväter in den Nomadenregionen leben, haben ein sehr geringes Einkommen und kommen oft in Not, wenn Familienmitglieder krank werden oder wenn extreme Wetterbedingungen ihren Herden schaden. Doch sie schützen mit ihrer Arbeit nicht nur ihr kulturelles Erbe, sondern auch die Umwelt. Eine andere Gruppe sind Nonnen und Mönche, die in klösterlichen Einrichtungen studieren und praktizieren und einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der tibetischen Sprach leisten. Beide Gruppen verdienen großen Respekt und brauchen unsere Unterstützung. Von einigen dieser Menschen ist hier im Heft die Rede.

ROKPA International hat die Arbeit in den tibetischen Gebieten eingestellt. ROKPA Deutschland will, wie der Name „ROKPA“= „Freund, Helfer“ in kleinem Rahmen auf möglichst unbürokratische Weise weitermachen. Das geht nur mit Ihrer Hilfe!

Mit den besten Wünschen für Sie und Ihre Lieben zu Weihnachten und fürs kommende Jahr!

Ihre

Barbara Pfeiffer

Dolma Lhakang Retreathaus Header

Fundamente für Retreathaus gelegt

Im Frühjahr wurden die Ruinen des alten Retreathauses abgetragen und die Fundamente für das neue Gebäude gelegt. Bis im September der erste Schnee fiel, wurden Fundamente gegraben und ausgegossen und am neuen Mauerwerk gearbeitet. Wir rechnen mit einer Fertigstellung des Gebäudes im Laufe des Jahres 2019. Jetzt liegen die Arbeiten brach, bis zum nächsten Jahr.

Wiederaufbau Retreathaus Dolma Lhakang Stand 2018

Ambulanz von Yeshi und Chunga Lhamo in Betrieb

Bericht von Barbara Pfeiffer bei einem Besuch 2018:

Zatu oder auch Zaduo geschrieben ist einer der sechs Kreise, die zum Distrikt Yushu gehören. Man fährt 207 km bis Sahuteng, dem Hauptort des Kreises. Wir sind jetzt bei ca. 4.000 Metern Höhe, haben mehrere Pässe hinter uns, die zwischen 4.500 bis 4.800 Metern Höhe angaben. Der aufstrebende Ort Zatu, wo wie fast überall viel gebaut wird, liegt inmitten von bergigem Nomadengebiet, ist der Hauptort der Käufer und Verkäufer einer der wichtigsten Einnahmequellen der Tibeter, des „Jartsa Gönbu“, auf Deutsch Raupenblätterpilz, einem begehrten Bestandteil für tibetische und chinesische Medikamente. Es ist Sonntag und ich bin zu einem Familientreffen von Yeshis Verwandten eingeladen. Zwanzig Familien treffen sich außerhalb des Ortes auf einem Picknickareal. Als wir ankommen, wuselt es schon wie in einem Bienenkorb um die verschiedenen Zelte. Ich werde mit einem großen Hallo herzlich begrüßt und sofort mit gekochtem Yakfleisch, gekochten Kartoffeln, gefüllten Teigtaschen, wilden Yamswurzeln in Yoghurt und vielem mehr bewirtet. Dazu Tee ohne Ende. Die älteren Frauen haben sich in ihrer tibetischen Tracht herausgeputzt, tragen all ihren Schmuck um den Hals und auf dem Kopf. Später werden sich auch die jüngeren Leute für das Familienfoto in ihre Tracht umkleiden. In der Zeltmitte brodelt ein Kessel. Mal wird ein Nachschub an Yakfleisch gekocht, das in Hülle und Fülle vorhanden scheint, mal wieder heißes Wasser für den Tee bereitet. Den Dialekt hier verstehe ich kaum, einzelne Wortfetzen bekomme ich mit, aber auch, dass hier viele Ausdrücke benutzt werden, die ich nicht kenne. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als zu beobachten. Doch dann klingelt Chunga Lhamos Telefon. Es sind Patienten, die anrufen und Yeshi, Chunga Lhamo und ich machen uns auf in die Praxis. Die Patienten sind zwei Stunden gefahren, um sich hier behandeln zu lassen.

Menschen, die dort weiterhin wie ihre Vorfahren als Hirten leben und sich vor allem vom Ertrag, den die Tiere bringen ernähren, haben keine Teilhabe am allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung. Für sie ist Geld Mangelware und oft können sie sich einen Arztbesuch und den Kauf von Medikamenten nicht leisten. Doch bei Chunga Lhamo und Yeshi ist das anders. Sie behandeln die Patienten, die aus den Nomadengebieten zu ihnen kommen kostenlos, auch für die Medikamente müssen diese oft nichts oder nur wenig bezahlen. Das ist das große Anliegen dieses Arztehepaares. Chunga Lhamos Vater starb an einer einfachen Infektion in den Bergen, als sie noch ein kleines Mädchen war. Und so beschloss sie, Ärztin zu werden. Kurz nachdem wir die Praxis betreten haben, kommen auch die ersten Patienten an. Es ist ein Ehepaar. Rasch waschen sie die beiden Ärzte die Hände unter den Wasserhahn, der momentan noch Wasser aus einer Plastiktonne spendet. Wer zuerst dran kommt, ist schnell geklärt. Die Frau lässt sich von Chunga Lhamo befragen, Yeshi ist für den Mann zuständig. Niemand stört sich daran, dass ich dabei sitze und alles beobachte. Was jetzt folgt, scheint mir, einer gewissen Routine zu folgen. Zuerst gibt es ein kleines Gespräch, wo der Patient nach ihren Beschwerden gefragt wird. Dann fühlt die Ärztin den Puls an beiden Handgelenken. Anschließend muss die Frau ihre Zunge zeigen. Heute genügt das schon für eine Diagnose. Manchmal misst Chunga Lhamo noch den Blutdruck, tastet den Bauch oder ein anderes schmerzendes Körperteil ab. In anderen Fällen wird vom Patienten eine Urinprobe verlangt. Der Urin wird mittels verschiedener Methoden analysiert. Anschließend kommt es zur Diagnose und der Verschreibung der Medikamente. Inzwischen sind zwei weitere Patienten aufgetaucht, nehmen geduldig auf dem Sofa im
Wartebereich Platz, bis sie dran kommen.

Als Chunga Lhamo die Patientin ausreichend untersucht hat, stellt sie ihr die Medikamente für eine Woche zusammen. Das Gleiche geschieht bei Yeshi und dem Ehemann der Patientin. Er hatte über Schmerzen im Oberbauch geklagt. Dann kommen die beiden nächsten Patienten dran und auch hier konzentrieren sich die beiden Ärzte genau auf ihre Arbeit. Die beiden Ärzte machen sich genaue Notizen, führen eine Patientenkartei, für spätere Konsultationen. Ist die Diagnose klar, werden die Pulver oder Kräuterpillen aus den Gläsern und Schubladen zusammengestellt. Die Kräutermedikamente kaufen Chunga Lhamo und Yeshi aus einer Medikamentenmanufaktur in Nangchen, die wir auch schon besucht haben. In der Regel bekommt ein Patient jeweils für sieben Tage die Medikamente. Falls er dann mehr braucht, muss er oder sie noch einmal wiederkommen. Schließlich sind die Patienten versorgt und Yeshi erklärt mir noch seine Pläne für die Praxis. Ich bemängele, dass es immer noch kein fließendes Wasser im Raum gibt. Er erklärt mir, dass er noch Einiges vorhat. Der Glaskasten für die zahnärztliche Behandlung, den er selbst gebaut hat, müsse in einen anderen Raum, das verlange das Amt für Hygiene. Deshalb werde er dann dort in die Ecke das Wasserrohr von außen verlegen und eine ordentliche Spüle einrichten, wo auch das Desinfektionsgerät stehen wird. Ebenfalls steht noch der Bau einer Toilette im Hof aus. Bisher sind auf dem Nachbargrundstück noch Bauarbeiten im Gang. Im Zuge dessen wird Yeshi auch eine Toilette bauen. Ich will mir den Fortschritt im kommenden Jahr anschauen. Die Landpraxis von Chunga Lhamo und Yeshi ist ein Glücksfall für die Tibeter aus den Nomadengebieten. Sie können, wenn sie im Städtchen etwas zu besorgen haben, dort auch günstig medizinische Behandlung und sogar einfache zahnmedizinische Behandlung bekommen, die sie sich anderswo im Ort nicht leisten könnten.

Das alles kann geschehen durch Ihre Hilfe, Ihre Spende für medizinische Hilfe in Tibet! Danke!

Yeshi das Multitalent mit vielseitigem Einsatzwillen

In der Praxis hat er sehr viel Eigenarbeit geleistet, vom Verputzen und Malen der Wände bis zum Bau des Glaskastens und der Glasbehälter für die Medikamentenvitrine. Nun will er auch noch eine Wasserleitung verlegen. Doch seine Arbeit als Arzt verlangt ihm viel Flexibilität ab. Patienten rufen zu jeder Tages und Nachtzeit an, wenn sie Hilfe brauchen. Darüber hinaus fährt er mit Kollegen zu medizinischen Versorgungseinsätzen in die abgelegensten Berggebiete. Er gibt Vorträge über Prävention in Schulen und nimmt an Müllsammelaktionen teil. Dazu kommt, dass seine Frau Chunga Lhamo mit den vier Kindern die meiste Zeit in Yushu lebt, wo sie als Schulärztin arbeitet.

Helfen durch Bergwandern

Eine Information von ROKPA Österreich:

Seven Summits Tour

7 Gipfel – 50 Kilometer – 4.500 Höhenmeter – Bist Du bereit?

  • 10 Mal schwitzen,
  • 10 Mal Aufregung und Anspannung,
  • 10 Mal 7 Berge,
  • 10 Mal ROKPA!
  • Jubiläumstour 2018!

Das erfolgreiche Konzept der „Seven Summits Tour Schröcken“ feiert im September sein 10-jähriges Jubiläum. Am 1. September 2018 machen sich mehr als 200 Teilnehmer zu  unterschiedlichen Zeiten auf den Weg, um die 7 Grenzberge rund um Schröcken zu  überschreiten. Es sind 4.500 Höhenmeter und 50 Kilometer, die in 10 bis 20 Stunden  zurückgelegt werden.

Diese Gipfel gilt es zu bezwingen:

  • Hochkünzelspitze, 2.397 m
  • Rothorn, 2.239 m
  • Hochberg, 2.324 m
  • Braunarlspitze, 2.649 m
  • Mohnenfluh, 2.542 m
  • Juppenspitze, 2.412 m
  • Höferspitze, 2.131 m

10 Jahre Seven Summits

Begeisterung – Aufregung – Stärke – Mehr…
Helfen durch ROKPA

Zum 10-jährigen Jubiläum steht die Hilfsorganisation ROKPA mehr den je im Mittelpunkt, um Spenden und Sponsorengelden für einen guten Zweck zu sammeln. Damit auch die Teilnehmer stärker mit eingebunden werden können, gibt es bei der heurigen Tour kein Startgeld sondern eine Spende von 60,- Euro die direkt an ROKPA geht. Jeder kann somit seinen Beitrag für den guten Zweck leisten und mit uns gemeinsam sein persönliches 7 Summits Ziel erreichen. Die  Verpflegung (Frühstück, Abendessen während der Tour), einige Fixkosten, Streckenposten und  Erinnerungsgeschenke werden von zusätzlichen Sponsoren übernommen.

Körbersee – 9 Plätze, 9 Schätze

Zum 10-jährigen Jubiläum macht die Seven Summits Tour in Schröcken einen kleinen Bogen zum schönsten Platz Österreichs – dem Körbersee. Dieser magische Platz muss natürlich in die Tour miteingebaut werden, und bereitet den Teilnehmern garantiert einen wunderbaren Anblick um sich eine kurze Erholung zu gönnen.

NEU: Familien Summit Tour

Neben dem Jubiläum findet erstmals die Familien Summit Tour statt. Diese Tour richtet sich vor allem an Familien mit Kindern, die einen Einblick in die Seven Summits Tour erhalten möchten. Die Tour beginnt am Startpunkt in Neßlegg verläuft zum Körbersee weiter bis hin zum  Hochtannbergpass. Von dort geht es über den Grat zur Höferspitze, der zugleich der letzte Berg der Tour ist und schließlich zum Zieleinlauf in Neßlegg.

Termin

1. September 2018

Anmeldung

Die Anmeldung ist ab 22. Mai möglich, wobei die Startplätze innerhalb kürzester Zeit ausgebucht sind. Wer es nicht rechtzeitig schafft, wird auf einer Warteliste vorgemerkt.
–> www.7berge.at

Operation für Kunsang Tschödrol

Kunsang Tschödrol stammt aus dem kleinen Ort Pudadrong im Bezirk Pasho, Nähe dem Kloster Tsawa Dolma Lhakang, wo sie bis zu ihrer Erkrankung in einer Nonnengemeinschaft lebte. Seit 2016 ist sie im mehr als 1.000 Kilometer entfernten Volkskrankenhaus in Lhasa in Behandlung.

Sie hat einen Tumor, den man im Krankenhaus in Lhasa nicht operieren kann. Dafür muss sie ins über 2.000 Kilometer von Lhasa entfernte Chengdu. Ihre Verwandten sind untröstlich. Inzwischen haben sie kein Geld mehr. Die Behandlung in den letzten zwei Jahren hat mehr als ihre Ersparnisse aufgefressen. Kunsang Tschödrol braucht dringend Geld für die Operation, den Aufenthalt im Krankenhaus, die Reisekosten dort hin. Die Landbevölkerung hat keinen Krankenversicherungsschutz für Krankenhäuser in anderen Provinzen. Menschen mit kranken Angehörigen müssen sich hoch verschulden.

Einige Mönche von Dolma Lhakang haben bereits über WeChat einen Spendenaufruf begonnen. Doch die Kosten sind hoch: 26.000 Euro werden gebraucht. Jeder Euro, jede Spende zählt und hilft! Über 20.000 € brauchen die Nonne und ihre Familie für die Begleichung der Schulden und die neuen Kosten. Spenden Sie bitte mit dem Vermerk „Notfallfonds für Nonnen“.

Update 20.6.: Kunsang Tschödrol befindet sich derzeit im Krankenhaus von Chengdu.

 

Ambulanz von Yeshi und Chunga Lhamo eröffnet

Als wir im Juni 2017 einen Besuch in Zatu machten, stand die neue Ambulanz bereits im Rohbau da. Yeshi und Chunga Lhamo, die seit 2011 gemeinsam eine Praxis für tibetische Heilkunde betreiben, hatten vor zwei Jahren bereits das dritte Mal umziehen müssen, weil die gemieteten Räume für anderes verwendet wurden. Da keimte der Entschluss, auf eigenem Grund und Boden eine Praxis zu bauen.

Gedacht, gesagt, getan: da Yeshi von seiner Familie ein Zwei-Zimmerhäuschen auf einem eigenen Grund bekommen hatte, worauf noch Platz war, wurde im Frühjahr 2017 mit dem Bau begonnen. Dafür hatten die beiden mutigen Ärzte, die inzwischen vier Kinder im Alter von 1 – 9 Jahren haben, einen Kredit bei einem Verwandten aufgenommen. Mit ihrer Praxis verdienen sie kein Geld, Yeshi arbeitet ehrenamtlich und die Medikamente werden kostengünstig abgegeben.

Das Familieneinkommen bestreitet Chunga Lhamo mit ihrer Anstellung als Schulärztin in Yushu, wo sie mit den vier Kindern lebt, wenn keine Ferien sind. Yeshi wiederum arbeitet in der Praxis, fährt in die Nomadengebiete zur ärztlichen Versorgung der Menschen dort und hat sich in den letzten Jahren weitergebildet, um auch zahnärztliche Hilfe anbieten zu können.

Das alles wäre ohne enormes Engagement dieses Ehepaares nicht möglich, aber auch nicht ohne die Hilfe von ROKPA mit Ihren Spenden.

Die Praxis wurde im April feierlich eröffnet: wie es der Brauch ist, mussten die Regale voll sein mit Medikamenten und ein befreundeter Arzt half Yeshi beim Umgang mit den Patienten, die schon Schlange standen. Ebenso wichtig war der Besuch von zwei Lamas, die die Praxis segneten.

Inzwischen ist auch der neue Zahnarztstuhl für die zahnmedizinische Behandlung eingetroffen, Yeshis ganzer Stolz. Zuvor mussten sich die Patienten mit Zahnproblemen auf einer Campingliege behandeln lassen. Diese Zeiten sind nun vorbei. Die neue Ambulanz ist an einer der neuen Hauptstraßen von Zatu gelegen und eine kostbare Bereicherung für den Ort, der das Zentrum einer abgelegenen Nomadenregion bildet. Hierher kommen die Menschen aus den Bergregionen um ihre Erzeugnisse zu verkaufen und für ihre Bedürfnisse einzukaufen. Eine  ärztliche Behandlung und Medikamente für wenig Geld bedeutet großen Segen für die  Menschen hier in der ländlichen Region, in denen die Einkommen sehr gering sind.

Mit Ihrer Spende mit dem Stichwort „medizinische Hilfe in Tibet“ bewirken Sie viel!

Bilanz 2017

Spendeneinnahmen gesamt 125.486,69

Einnahmen [€] Ausgaben [€]
Kontostände am 1.1.2017 63.737,86
Spenden Tibet 111.630,69
Spenden Nepal 10.244,16
Spenden Simbabwe 606,50
andere Einnahmen 8.819,74
Spenden Allgemein 3005,34
Einnahmen durch Akong Memorial Fund 123.047,42
Auszahlung an Projekte in Tibet 248.967,00
Auszahlun über ROKPA International 16.102,99
Gesamt Organisationskosten 3.857,82
Konten am 31.12.2017 52.163,90
Saldo 321.091,71 321.091,71

Wir danken allen Spender_Innen und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen für die großartige Unterstützung.

ROKPA Nepal Taskforce

Vom Glück des Teilens

Liebe Freundinnen und Freunde von ROKPA,

heute möchte ich eine Erinnerung mit Ihnen teilen. Es war im Oktober 2010. Das ROKPA-Team  war in Yushu. Dort waren im April 2010 viele Menschen einem schweren Erdbeben zum Opfer  gefallen In diesem Oktober bestand die ganze Stadt aus Zelten. Nicht nur wohnten die Menschen in Zelten, es gab Zeltläden, Zeltfriseure, sogar Zelthotels. Am Rande der Stadt aber, am Fluss,  campierten die Leute, die während des Erdbebens zwar in Yushu ansässig, aber nicht behördlich gemeldet waren. Sie hatten keine Zelte bekommen. Unser Team war unterwegs, um die durch ROKPA organisierten Zelte zu verteilen.

Wir trafen auf eine junge Familie, die Frau mit zwei kleinen Kindern und einem Säugling, der Mann und ein Mönch. Sie saßen vor einem winzigen Zelt. Unsere Übersetzerin fand heraus, wie es um sie stand. Und wir waren in der Lage zu helfen. Sie bekamen ein stabiles, winterfestes Zelt sowie warme Kleidung für die Kinder. Wir wurden in das winzige Zelt zum Tee geladen. Dort befand sich ihre ganze Habe. Ein paar alte Decken, auf dem Erdboden Pappe, ein paar  Kleidungsstücke, ein Kocher. Tee für uns in Plastikbechern. Als wir wieder gingen, leuchteten die Augen der jungen Familie und ich werde das glückliche dankbare Lächeln im Gesicht und den Augen der jungen Mutter nie vergessen. Wir hatten wirklich helfen können.

Es bedeutete diesen Menschen in diesem Moment ihres Lebens weniger Mühsal. Es war ein besonderes Glücksgefühl für uns alle. Diese Art von Erlebnis hat man nicht alle Tage. Es geht auch nicht darum, sich selbst glücklich zu machen, indem man anderen hilft. Dennoch: es ist ein gutes Gefühl, mit Hilfeleistung jeglicher Art auch nur ein kleines Quäntchen zum Guten in der Welt beigetragen zu haben. In diesem Sinne wünsche ich mir und Ihnen, dass Sie Interesse finden an den Berichten in den nächsten Wochen hier veröffentlicht werden und dass wir gemeinsam weiterhin ein bisschen zum Guten in der Welt beitragen können.

Barbara Pfeiffer 2018Genießen Sie die warmen Tage.

Ihre

Barbara Pfeiffer

Wiederaufbau des Klausurhauses von Dolma Lhakang hat begonnen

Da im Juni 2017 die Mauern des Klausurgebäudes von Dolma Lhakang sehr stark beschädigt wurden, mussten die 12 Mönche dort ihre traditionelle Drei-Jahres-Klausur unterbrechen.

Sobald im April 2018 das Wetter es zuließ, begannen die ersten Arbeiten. Begonnen wurde
mit dem Abriss des alten Gebäudes. Etwa fünfzig Arbeiter, die meisten aus der näheren
Umgegend von Tsawa Gang sind am Werk. Es gibt kaum Maschinen. Großer körperlicher Einsatz ist gefragt: die Mauern müssen eingerissen, die Steine, das Holz abgetragen werden, damit Platz ist für das neue Fundament, die neuen Mauern. Mit über einem Jahr Bauzeit ist zu rechnen, bis das neue Gebäude benutzbar sein wird. Bis Ende August, vielleicht noch bis Mitte September kann gearbeitet werden, dann wird es zu kalt, der Boden gefroren, die ersten Schneefälle kommen.

Hier eine kurze, aktuelle Videosequenz von der Baustelle:

Übernachtet wird im Zelt, nur die wenigsten schaffen es, über Nacht zu ihren Familien zu kommen. Die Klosterküche versorgt sie mit drei kräftigen Mahlzeiten täglich, denn sie brauchen all ihre Kräfte für die harte Arbeit hier auf 4.500 Metern Höhe im ständigen starken Wind.

Für die Arbeiter ist die Arbeit am Klausurgebäude in zweifacher Hinsicht von großem Nutzen: erstens gilt es als religiös sehr verdienstvoll, ein Kloster aufzubauen. Zum Zweiten werden sie für ihre Arbeit entlohnt. Damit können sie das Einkommen Ihrer Familie aufbessern, denn andere Jobs sind sehr rar in der Gegend und die Hirtenfamilien leben von dem geringen Einkommen, das sie durch den Verkauf von gesammelten Pilzen, Butter, Milch und Fleisch erzielen.

Die traditionelle Dreijahres-Klausur ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung für tibetische Mönche der Karma Kagyu Tradition. Sie dient dazu, das im Studium Gelernte in die
Meditationspraxis umzusetzen. Wer die Klausur beendet hat, wird später seine Erfahrungen und sein Wissen weitergeben und vielen Menschen helfen, mit ihrem Inneren in Einklang zu kommen und zu bleiben. Eine wichtige Tradition aus Tibet, von der auch viele Menschen im Westen inzwischen überzeugt sind, weil sie ihr Leben positiv beeinflusst hat.

Orte wie Tsawa Dolma Lhakang sind besondere Orte: weit abgelegen von der Ablenkung
und Betriebsamkeit der Großstadt. Hier ist ein guter Platz zum Lernen, Studieren, reflektieren, Meditieren. Dieser Ort, an dem der ROKPA-Gründer Akong Tulku Rinpoche aufgewachsen ist und gewirkt hat, soll unterstützt und unterhalten bleiben, denn es ist ein Ort, von dem Kraft ausgeht, von dem die Menschen in der Region abhängen.

Bitte helfen Sie uns mit Spenden bei der Erhaltung des Klosters und beim Wiederaufbau des Klausurhauses, der Verbesserung der Unterkünfte für Nonnen und Mönche! Damit helfen auch Sie in zweierlei Hinsicht: Ihre Hilfe kommt direkt den Menschen vor Ort zu Gute und verbessert ihre Lebensumstände. Und zusätzlich tragen Sie zur Erhaltung der wertvollen tibetischen Kultur bei.