Lha Nä Bab Dü Tschen – Herunterkommen der Götter

Zwei Filmchen sind aus Dolma Lhakang, vom 10.11.2017 eingetroffen. Es handelt sich um einen der wichtigsten Buddhistischen Feiertage. „Lha Nä Bab Dü Tschen“. Das bedeutet etwa soviel wie ‚Fest des Herunterkommens von den Göttern‘ im Gegensatz zu Himmelfahrt bei den Christen 😉

Es heißt, dass alles Gute was man an diesem Tag tut, millionenfach vervielfältigt wird. Leider auch alle Missetaten!

Jedenfalls haben gestern die Nomaden 130 Yaks zum Kloster gebracht, um sie zu befreien. D.h. sie werden ab jetzt frei leben und müssen keine Angst haben, geschlachtet zu werden.

Praxis Tibetische Medizin Header

Besuch bei Chunga Lhamo und Yeshi Sommer 2017

Reisebericht von Barbara Pfeiffer

Dank besserer Straßen kann man Zatu inzwischen von Yushu aus in ca. vier Autostunden erreichen. Wir haben Mitte Juni und kommen über mehrere Pässe. Dort hat sich der Dauerregen in Schnee verwandelt. Unterwegs halten wir in einem Dorf, weil es einen Laden gibt. Interessant, was man hier alles kaufen kann: im Prinzip alles! Von Batterien über Süßigkeiten zu Reis, Schuhen und Hüten! Ich fühle mich an den Laden von Frau Was bei Jim Knopf von der Augsburger Puppenkiste erinnert. Alles, was der Mensch in dieser abgelegenen Gegend, weit vom nächsten größeren Ort so braucht, gibt es hier.

In Zatu erwarten uns Chunga Lhamo und ihr Mann Yeshi bereits. Auch die Kinder sind dabei im Auto. Wie die Orgelpfeifen, die drei Mädchen und der Bub, noch ein Säugling. Ich bewundere die Energie, mit der Chunga Lhamo das alles meistert. Wir fahren zum Haus der Schwiegereltern, das momentan leer steht. Die ganze Familie ist unterwegs. Von Mai bis Juli graben die Tibeter nach dem „Jartsa Gönbu“, das ist zu Deutsch „Sommergras-Winterwurm“  (Ophiocordyceps sinensis, Chinesischer Raupenpilz), eine Spezies, die hauptsächlich hier im Hochland vorkommt und ein wichtiger Bestandteil sowohl für Medikamente der tibetischen als auch chinesischen Heilkunde ist. Das macht ihn zur Haupteinnahmequelle der Familien in diesen Regionen. Mit Sack und Pack sind sie unterwegs, um dieses Halbwesen zwischen Pflanze und Tier auszugraben und dann auf dem Markt möglichst teuer zu verkaufen. Zatu ist einer der Hauptumschlagplätze für diese Ware. Der Jartsa Gönbu gilt allgemein als sehr vitaminreich und wird als Stärkungs-und Potenzmittel sowohl in der tibetischen als auch der chinesischen Medizin eingesetzt.

Nach einem Imbiss besuchen wir die Ambulanz der beiden Ärzte, die noch vorübergehend in einem Raum schräg über den Hof untergebracht ist. Dort finden wir in Regalen an der Wand Kräuterpillen in großen Gläsern, Kräuter, die in blauen großen Tonnen gelagert werden, ein Desinfektionsgerät, abgepackte Medikamente in einer Vitrine. Darüber hinaus zeigt uns Yeshi seine zahnärztlichen Instrumente, mit denen er die Zähne seiner Patienten untersucht, flickt und auch zieht, wenn es notwendig ist.

Endlich geht es zum Neubau der Praxis, der auf Yeshis eigenem Grundstück steht. Damit ist sichergestellt, dass die Praxis nicht immer wieder umziehen muss, wie in den letzten Jahren. Der Rohbau ist fertig. Insgesamt gibt es drei Räume. Einer wird als Apotheke und Untersuchungsraum dienen, einer als zahnärztlicher Behandlungsraum und der dritte Raum ist für Patienten, die über Nacht bleiben müssen, gedacht. Der Bau wurde von Yeshi und Chunga Lhamo vorfinanziert durch ein Darlehen bei einem Verwandten. Nun können wir Ihr dank großzügiger Spenden, das Geld für den Bau übergeben. Noch ist einiges zu tun. Es fehlt ein Holzfußboden, Regale müssen angefertigt werden. Im Hof soll ein Brunnen gegraben werden und auch eine Toilette ist notwendig, die im Außenbereich sein wird, wie in den meisten traditionellen Häusern in Tibet. Die neue Praxis liegt an einer der neuen Straßen. Gegenüber ist ein Neubaugebiet. Sie wird leicht zu finden sein für die Patienten aus dem Ort und von außerhalb. Chunga Lhamo und Yeshi untersuchen die Patienten kostenlos, ebenso geben sie die Medikamente kostenlos oder zu einem geringen Preis ab. Deshalb wird in der Regel die Praxis gut besucht von all denen, die sich sonst einen Arztbesuch und eine Medikation nicht leisten könnten.

Das funktioniert nur wenn wir Spenden für medizinische Hilfe in Tibet bekommen. Ihre Spenden.

Yeshi ist ein viel beschäftigter Mann. Ein Aktivist. Sein Heimatort ist Zatu, wo er auch die gemeinsame Praxis mit Chunga Lhamo betreibt. Er behandelt nicht nur Patienten mit Erkältungen, Magen-Darm-Problemen und Rheumatismus usw., sondern kann auch Zähne behandeln oder ziehen. Wenn ihm Zeit bleibt, fährt er im Sommer in die umliegenden Nomadengebiete, um die dort lebenden Menschen medizinisch zu versorgen. Er gibt die Medikamente kostenlos an seine Patienten. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit ist auch medizinische Aufklärung, insbesondere über die Prävention von HIV, Tb und andere hochansteckende Krankheiten. Doch nicht nur das, letzten Sommer hat er sie auch dazu angeregt, den in der Gegend herumliegenden Müll zu sammeln. Yeshi kann so aktiv sein, weil seine Frau Chunga Lhamo die Familie mit ihrem Gehalt ernährt und weil ROKPA die Medikamente bezahlt, die er an die Patienten gibt. Er selbst bekommt kein Gehalt. Wir wünschen uns, dass viele Menschen so aktiv sind wie Chunga Lhamo und Yeshi. Und wir möchten Chunga Lhamo und Yeshis Arbeit mit Ihrer Spende für medizinische Hilfe in Tibet unterstützen!

 

Tibetreise Herbst 2017

Reiseangebot: Einmal Tibet und zurück…“Demkok“

Noch eine Reise auf den Spuren von Akong Rinpoche in den tibetischen Gebieten Westchinas. Von Chengdu nach Kandze, Demkok, Kyegu, Nangchen, Zatu und zurück.

Wir fliegen von Frankfurt nach Chengdu, der Hauptstadt von Sichuan. Dort lassen wir uns für einen Tag (und zwei Nächte) im tibetischen Viertel treiben und tauchen in die Welt der Tibeter ein, die hier Handel treiben oder zum Einkaufen hergekommen sind. Am nächsten Tag fliegen wir nach Kandze auf 3.400 Metern Höhe, wo wir uns an zwei Tagen an die Höhe gewöhnen, das Treiben in der Stadt wahrnehmen, ein Nonnenkloster und den Geburtsort des 1. Karmapa besuchen können.

Von Kandze aus nehmen wir einen Minibus und fahren über Land zum Kloster Namgyal Ling, das Stammkloster des Thangka Malers Sherab Palden Beru, der lange Jahre in Samye Ling gelebt und gearbeitet hat, bevor er fast hundertjährig verstarb. Von dort aus geht es in den Ort Demkok, ein kleiner Ort in der Nähe der Grenze zur Autonomen Region Tibet. Hier ist ein altes Kloster namens „Dolma Lhakang“ (nicht das Dolma Lhakang von Akong Rinpoche) und auf dem Hügel gibt es eine Stupa am Geburtsort des 16. Karmapa.

Dann geht es weiter Richtung Yushu, wo wir an zwei Tagen die Gelegenheit haben, verschiedene Pilgerorte zu besuchen. Nach Nangchen führt uns eine vierstündige Fahrt. Dort besuchen wir in Shonda einige junge tibetische Ärzte, die ROKPA ausgebildet hat und besuchen ihre Arbeitsstätte. Shonda liegt in einer atemberaubend schönen Gegend und man kann in der Umgebung das Kloster Jabpa besuchen, die Heilpflanzenplantage von ROKPA besichtigen und das Leben der Menschen im Ort miterleben.

Ein Tagesausflug nach Choptrak wäre möglich, wo Khenpo Damchö Dawa, den manche aus Samye Ling kennen, eine Waisenschule gegründet hat.

Von Shonda aus fahren wir dann Richtung Zatu, ein Bezirk ebenso wie ein Städtchen auf ca. 4.000 Metern Höhe über dem Meer, wo die ROKPA-Ärztin Chunga Lhamo mit ihrem Mann Yeshi eine Arztpraxis für Arme betreibt und dabei von ROKPA unterstützt wird. Zatu ist umgeben von Nomadengebieten und ist in den Monaten Mai und Juni einer der Hauptumschlagplätze für das Heilmittel „Jartsagumbu“, zu Deutsch „Sommergras-Winterwurm“, das in der tibetischen und der chinesischen Heilkunde als Grundlage für ein vitalisierendes Heilmittel teuer gehandelt wird. Der Ertrag vom Verkauf des Sommergras-Winterwurms dient vielen Familien als  Haupteinnahmequelle für ein ganzes Jahr.

Nach ca. zwei Tagen in Zatu und Umgebung machen wir uns auf den Rückweg nach Yushu, von wo aus wir zurückfliegen nach Chengdu und von dort nach Hause.

Kosten vorrausichtlich 2.600 Euro.

Darin enthalten Flüge von Frankfurt bis Chengdu und zurück, Inlandsflüge, Transportkosten, Hotel im Doppelzimmer, Gruppenvisum für China, Übersetzerkosten und eine Organisationspauschale.

Nicht enthalten: Essen, private Spenden an Klöster, private Einkäufe.

Anmerkung: ROKPA-Vorstandsmitglied Barbara Pfeiffer organisiert die Reise ehrenamtlich für Tsawa Dolma Lhakang, dem Kloster von Akong Rinpoche. Die Organisationspauschale sowie alles, was übrig bleibt von den Einnahmen, geht an das Kloster.

Mindestteilnehmerzahl: 5, Maximale Teilnehmerzahl 8
Reisetermin: 22.September bis 7. Oktober 2018

Verbindliche Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2018.

Verbindliche Anmeldung bedeutet eine E-Mail mit der Zusage sowie eine Überweisung von Euro 1.000 als Anzahlung auf das Konto von ROKPA Deutschland e.V. Bankverbindung: GLS Bank Bochum, IBAN DE61 4306 0967 7914 1075 00

Kommt die Reise aufgrund mangelnder Teilnehmer nicht zustande, wird die Anzahlung auf Wunsch komplett zurückerstattet oder ganz oder teilweise in eine Spende umgewandelt. Wir die Reise vom Teilnehmer vor Reiseantritt storniert, wird eine Bearbeitungspauschale von Euro 200 einbehalten. Wer eine Kreditkarte hat, kann, falls die Flüge schon gebucht sind, durch die Reiserücktrittsversicherung die Kosten für das Flugticket erstattet bekommen. Weitere Zahlungen fallen erst im Monat vor Reiseantritt an.

Reiseangebot „Einmal Tibet und zurück“ Dege und Palpung

Von Chengdu nach Kandze, Dege, Palpung, Dechen und Shangrila. Auf den Spuren von Akong Rinpoche in den tibetischen Gebieten Westchinas.

Das ist der Plan:

Chengdu ist der Ausgangspunkt. Wir erleben die ersten Tibeter, sowohl Laien als auch Mönche und Nonnen auf den Straßen des tibetischen Viertels, die dorthin zum Einkaufen kommen in den Geschäften, die Waren für den alltäglichen Bedarf für Tibeter anbieten. Von Teetassen, Räucherstäbchen, Mixern über Mönchsroben bis zu Gebetsfahnen findet sich hier fast alles. Wir verlassen Chengdu auf dem Luftweg und fliegen nach Kandze auf 3.400 Metern, wo wir uns mit passender Ernährung und „langsam tun“ an die Höhe anpassen. In Kandze gibt es viel zu sehen, und in der Nähe von Kandze das Nonnenkloster von Lhamdrak Rinpoche und auch den Geburtsort des ersten Karmapa. Von Kandze aus führt unser Weg weiter nach Dege. Dege ist der Name einer Stadt und eines Bezirks, es war früher sogar ein Königreich. Dort werden wir das berühmte „Par-Khang“, die Holzblockdruckerei besichtigen.

Wenn es die Zeit erlaubt machen wir einen Tagesausflug dem Yangtse entlang, um an einem Ort die von ROKPA errichtete Stupa am Geburtsort des 2. Karmapa zu sehen und das uralte Kloster Wangdu zu besichtigen.

Das nächste Ziel ist Peyul, wo ein riesiges Kloster zu sehen ist. Am Tag darauf geht es weiter zum berühmten Kagyu-Kloster Palpung, dem traditionellen Sitz des Jamgon Kongtrul Rinpoche und Tai Situpa. Von dort machen wir uns auf nach Batang, wo ROKPA viele Jahre eine Shedra namens Tru De Gön unterstützt hat. Hier hat Akong Rinpoche einmal ein eindrucksvolles Teaching zur Umwelt gegeben.

Das nächste Ziel ist Dechen, wo wir eine Thangka-Malschule mit Blick auf die berühmte Bergkette Kawa Karpo aufsuchen. Von Dechen aus fahren wir über Panze Ragpa, wo wir einen Besuch in einer ROKPA-Waisenschule machen, nach „Shangri La“. Dort besuchen wir am Abend die Altstadt und fliegen am nächsten Tag zurück nach Chengdu.

Die Reise auf den Spuren von Akong Rinpoche ist gedacht für Tara-ROKPA-Teilnehmer, ROKPA-Spender und Menschen, die sich Tibet, den Tibetern und dem Buddhismus verbunden fühlen.

Wir fahren soweit möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder wir mieten einen Minibus. Die Reise ist auf acht Teilnehmer begrenzt und wird stattfinden, wenn fünf verbindliche Anmeldungen vorliegen.

Voraussichtliche Kosten: ca. 2.600 Euro.
Darin enthalten: Flug Frankfurt-Chengdu und zurück. Zwei Inlandsflüge. Transport innerhalb des Landes, Unterkunft, Gruppenvisum für China, Übersetzer, Organisationspauschale

Nicht enthalten: Kosten für Essen, Eintritte, Opfergaben, persönliche Einkäufe

Anmerkung: Barbar Pfeiffer, Vorstandsmitglied von ROKPA Deutschland e. V., organisiert die Reise ehrenamtlich für Tsawa Dolma Lhakang, dem Kloster von Akong Rinpoche. Die Organisationspauschale sowie alles, was übrig bleibt von den Einnahmen, gehen an das Kloster.

Reisetermin: 14. – 29.Juli 2018

Verbindliche Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

Anmeldeschluss ist der 31.Dezember 2017.

Verbindliche Anmeldung bedeutet eine E-Mail mit der Zusage sowie eine Überweisung von Euro 1.000 als Anzahlung auf das Konto von ROKPA Deutschland e.V. Bankverbindung: GLS Bank Bochum, IBAN DE61 4306 0967 7914 1075 00

Kommt die Reise aufgrund mangelnder Teilnehmer nicht zustande, wird die Anzahlung auf Wunsch komplett zurückerstattet oder ganz oder teilweise in eine Spende umgewandelt. Wir die Reise vom Teilnehmer vor Reiseantritt storniert, wird eine Bearbeitungspauschale von Euro 200 einbehalten. Wer eine Kreditkarte hat, kann, falls die Flüge schon gebucht sind, durch die Reiserücktrittsversicherung die Kosten für das Flugticket erstattet bekommen. Weitere Zahlungen fallen erst im Monat vor Reiseantritt an

Dolma Lhakang Retreathaus Header

Klausurhaus von Dolma Lhakang durch Regenfälle zerstört

Mitte Juli 2017 gab es in Tsawagang derartig starke Regenfälle, dass das Klausurhaus, das zum Kloster Dolma Lhakang gehört, völlig zerstört wurde. Die zwölf Mönche, die im dritten Jahr der traditionellen Drei-Jahres-Klausur waren, mussten die Klausur unterbrechen.

Noch in diesem Jahr soll mit dem Wiederaufbau des Gebäudes begonnen werden. Die Drei-Jahres-Klausur ist ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung der Mönche, ein wichtiger Bestandteil der Kulturarbeit im Kloster Dolma Lhakang.

Wir bitten um Spenden mit dem Verwendungszweck „Wiederaufbau Dolma Lhakang“.

Wir haben dazu ein eigenes Projekt nebst Dokumentation eingerichtet.

Ausrichtung Tibethilfe Header

Die Menschen einer Region stärken

Liebe Freundinnen und Freunde von ROKPA,

in den nun 31 Jahren seit der Gründung von ROKPA Deutschland e.V. hat unsere Arbeit einige Wandlungen erfahren. Ganz zu Beginn suchte damals Magda Padma Wangyal, eine der Hauptinitiatorinnen von ROKPA in Berlin, nach Menschen, die geflüchtete TibeterInnen in Indien oder Nepal mit regelmäßigen Spenden unterstützten. Es ging damals um die Finanzierung der Ausbildung junger TibeterInnen oder um den Unterhalt für mittellose ältere Menschen und Kranke.

Dann, in den 1990er Jahren kamen durch die ersten Reisen des ROKPA-Gründers Dr. Akong Rinpoche in seine Heimat Projekte direkt in den tibetischen Gebieten zustande und fast gleichzeitig entstanden die Gassenküche, das Kinderhaus und die Frauenwerkstatt in Nepal durch die Aktivitäten von Lea Wyler. Da ROKPA immer versucht hat, mit möglichst wenig administrativem Aufwand möglichst viel für die Zielgruppen unserer Aktivitäten zu erreichen, wurden bereits in den 1990ern die Anstrengungen zur Vermittlung von einzelnen Patenschaften
ersetzt durch die Förderung von ganzen Klassen oder Projekten, sodass mehr Menschen von der Hilfe einen Nutzen hatten.

Einige von Ihnen sind uns seit der Anfangszeit in den 1980er Jahren treu geblieben, haben sogar weiterhin für „Ihr“ Patenkind Geld überwiesen,  obwohl durchaus klar war, dass das Geld inzwischen anderen zu Gute kam, weil sie es dringender nötig hatten.

Das Motto „Helfen, wo Hilfe gebraucht wird“ hat unsere Aktivitäten immer begleitet. Nun ist  es durchaus nachvollziehbar, dass dieses Motto unter Umständen als sehr hoch gegriffen angesehen werden kann. So mancher mag denken, dass das „wo Hilfe gebraucht wird“ im Sinne von „überall, wo Hilfe gebraucht wird“ zu verstehen ist. Daraus würde im Laufe der Zeit eine Haltung entstehen, die Projekte entstehen lässt, wie Produkte im Supermarkt, je nach Kundenwunsch.

Regionen der Hilfe von ROKPA Deutschland e. V.

Wir von ROKPA Deutschland gehen da seit einiger Zeit einen anderen Weg und werden uns in der Zukunft mit unserer Förderung hauptsächlich auf eine Region in den tibetischen Gebieten Chinas konzentrieren. Dort wollen wir helfen in verschiedenen Bereichen, wo es nötig ist. Mit Ihrer Hilfe.

Falls Sie aber weiterhin lieber für die Projekte in Nepal oder Simbabwe spenden möchten, können Sie das gerne weiterhin über uns tun. Im Rahmen unserer langjährigen Zusammenarbeit mit ROKPA International in der Schweiz werden wir Ihre Spenden dorthin weiterleiten.

Akong Rinpoche Foundation

Akong Memorial Foundation

Akong Rinpoche in PalpungDie Akong Memorial Foundation wurde 2013 nach dem Tode Akong Rinpoches, dem Gründer von ROKPA, von dessen Bruder Lama Yeshe Losal Rinpoche ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, die Lehren und Aktivitäten des 2. Choje Akong Tulku Rinpoche zu dokumentieren um die Übertragung auf den 3. Akong Tulku Rinpoche zu gewährleisten.

Die Foundation wird in Zukunft außerdem die Erziehung und Ausbildung des 3. Akong Tulku Rinpoche fördern und für sein Wohlergehen Sorge tragen.

Die Internetseite Akong Memorial Foundation ist im April 2017 online gegangen:
https://akongmemorialfoundation.org/

 

Bilanz 2016

Einnahmen [€] Ausgaben [€]
Kontostände am 1.1.2016 52.903,28
Spenden Tibet 99.382,72
Spenden Nepal 14.429,23
Spenden Simbabwe 402,60
sonstige Spenden 4.507,44
Spenden für Verwaltung 3.356,82
Spendeneinnahmen gesamt 122.078,81
Auszahlung an Projekte 104.128,97
Verwaltungskosten 7.115,26
Ausgaben gesamt 111.274,23
Konten am 31.12.2016 63.737,86
Saldo 174.982,09 174.982,09

Wir danken allen Spender_Innen und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen für die großartige Unterstützung.

Aktuelle Daten und Fakten von den ROKPA-Projekten in Nepal

Hier ein Bericht über den Stand der Dinge, seit dem Erbeben in Nepal 2015. Z. T. wurden die Bilder per Smartphone-App übermittelt und stehen daher nur in geringer Größe zur Verfügung.

Schule wurde wieder aufgebaut

In einem kleinen Ort namens Dhanmale, 10 Busstunden von Kathmandu war im Erdbeben die Schule kollabiert. ROKPA hat diese Schule wieder aufgebaut.  Einweihung war am 12. April. Nun können 260 Kinder endlich wieder in die Schule gehen.

Gassenküche

Rokpa Suppenküche in NepalWegen des Erdbebens wurde die letztjährige Gassenküche bereits Anfang November geöffnet. Insgesamt wurden diese Mengen an Lebensmitteln von acht bis zwölf Helfern, die gleichzeitig vor Ort waren, ausgegeben. Insgesamt gab es neunzehn Freiwillige, zwei Köche und fünf zusätzliche Nepali als Helfer.

Die Bilanz bisher:

  • Rokpa Gassenküche in NepalReis 8.790 kg
  • Kartoffeln 4.575 kg
  • Gemüse 4.575 kg
  • Linsen 956 kg
  • Tee 78 kg
  • Zucke 725 kg
  • Brötchen 20.330 St.
  • Holz 10,7 Tonnen

 

Frauenwerkstatt

Rokpa-Projekt Frauenwerkstatt in NepalEs sind momentan 10 Frauen im Alter von 20 bis 45. Die Frauen haben zusammengezählt 23 Kinder, die sie mit ihrem Einkommen in der Werkstatt ernähren können. Die Kinder gehen zur Schule, wenn sie alt genug sind und bekommen eine Ausbildung. So entgehen sie dem Teufelskreis, in dem ihre Mütter waren.

Kinderhaus

Rokpa-Projekt Kinderhaus in Nepal58 Kinder und Jugendliche leben derzeit im ROKPA Kinderhaus in Bodhnath bei Kathmandu. Die Altersspanne geht von 5 bis 27 Jahren, wobei die überwiegende Mehrheit zwischen 8- und 16-jährig ist. Jedes der Kinder hat eine traurige Geschichte hinter sich. Die Kinder und Jugendlichen kümmern sich rührend umeinander. Immer wenn ein Kind neu aufgenommen wird, bekommt es ein älteres Kind als Betreuer. Ein Prinzip, das der ROKPA-Gründer Akong Rinpoche eingeführt hat und das hervorragend funktioniert. Die Älteren kümmern sich um die Jüngeren. Darüber hinaus kümmern sich die Hausmutter, eine Betreuerin für die ganz Kleinen und natürlich auch Bijay, der Gesamtmanager, um die Belange der Kinder.

Gästehaus und Restaurant

Rokpa-Projekt Gästehaus in NepalHier arbeiten ehemalige Kinder aus dem Kinderhaus und bieten den Gästen einen angenehmen  Aufenthalt mit wunderbarem Erfolg: sowohl bei Trip-Advisor als auch Booking.com bekamen sie die besten Bewertungen.

Aus Betreuten wurden Mitarbeiter

Von den ehemaligen ROKPA-Kindern sind nun 10 als  Angestellte in den ROKPA-Projekten tätig: Bijay (General Manager ROKPA Nepal), Hemraj (Gästehaus-Manager), Sagar (Projekt-Manager ROKPA Nepal), Krishna Hari (Organisation Frauenwerkstatt), Sharmila, Kelsang, Reema, Puja, Prakash und Sujan als Angestellte mit  verschiedenen Aufgaben im Gästehaus und Kinderhaus).

Essen in Tibet

Wichtiger Bestandteil einer jeden Kultur ist das Essen. Daher veröffentlichen wir hier gelegentlich Rezepte, die wir auf unseren Reisen kennen gelernt haben. Traditionelle Gerichte zeugen von der Lebensweise der Menschen und sind stark vom jeweiligen Klima beeinflusst. Die Gerichte, die ich hier vorstelle, stammen aus meiner eigenen Erfahrung von den Mahlzeiten, die ich auf meinen Reisen in die tibetischen Gebiete genossen habe, sowohl bei privaten Einladungen als auch in Restaurants.

Tibetische Mahlzeit

Typische Mahlzeit mit Tsampa, Fleisch, Krümelkäse, Brot.

So wie die Menschen in Deutschland früher, wenn sie unterwegs waren, immer einen Kanten Brot im Sack hatten, haben Tibeter mit Tradition sicherlich immer Tsampa (=geröstetes Gerstenmehl) und womöglich auch tibetischen Käse sowie Butter im Gepäck, manchmal auch getrocknetes Fleisch und Teeblätter. Damit sind sie ausgerüstet für alle Lebenslagen und machen sich zur Not mit gekochtem Tee ihr Frühstück, Mittagessen und Abendbrot, wenn es nichts Anderes gibt.

In der tibetischen Küche Alltagsküche herrschen Mahlzeiten vor, die in einem Topf hergestellt werden können. Es sind Mahlzeiten mit vielen Kohlenhydraten und Fett, also sehr nahrhaft und dafür geeignet, den Organismus zu wärmen und lange satt zu halten in einem rauen Klima auf großer Höhe. Mir scheint, dass viele der Tibeter, obwohl inzwischen sesshaft, doch noch die Tradition einer Art Campingküche weiterführen, wo man in kurzer Zeit mit wenig Ausrüstung und nur einem Topf eine leckere Mahlzeit herstellt.

Jakzunge RezepteSo manches Mal wurden wir überrascht durch etwas archaisch wirkende Teller mit großen Stücken von gekochtem Fleisch mit Knochen, oder oder durch eine ganze gekochte Yakzunge (s. Bild), die man uns als Spezialität auftischte. Drei Mahlzeiten müssen es mindestens sein in der großen Höhe mit der dünnen Luft. Am Morgen wird Tsampa mit Butter und süßem Krümelkäse in eine Teeschale gegeben und festgedrückt. Dann gießt man Tee auf diese Mischung und lässt es etwas abkühlen. Anschließend trinkt man den Tee ab und löst mit der Zunge die obere, jetzt schön vollgesogene Schicht von Tsampamehl mit Butter. Es schmeckt köstlich wie geröstetes Brot mit Butter. Anschließend wird wieder Tee nachgegossen und der gleiche Prozess vollzieht sich immer wieder, bis die Schale fast leer ist. Sehr geschickt werden dann die Tsampareste mit einer Hand zu einem Ballen geformt und in den Mund gesteckt.

Mittags werden Momos oder gekochtes Fleisch, gekochte Kartoffeln und etwas Gemüse gegessen, oft eingetunkt in ein feuriges Chilipulver. Am Abend wird Thukpa gegessen, das ist eine Suppe, hergestellt aus einer Fleischbrühe, in der grünes Gemüse, kleine Fleischstücke und in der Regel selbst gemachte Nudelstückchen schwimmen.

Das wohl bekannteste Gericht der tibetischen Küche sind die mit Fleisch oder anderen Zutaten gefüllten Momos. Je nach Kulturregion haben sie eine andere Form und jede Region ihre speziellen Zutaten. Ich habe bei den vielen Reisen in die tibetischen Gebiete viele Male Momos gegessen und jedes Mal haben sie etwas anders geschmeckt.