Akong - a remarkable life header

Dokumentarfilm über Akong Rinpoche

Es gibt ein neues „Projekt“, das sich aus der Fertigstellung eines Films über den ROKPA-Gründer Akong Rinpoche ergeben hat: Den Transfer und die Bescheinigung von Geldern, die bei Filmvorführungen in Deutschland gespendet wurden sowie die zentrale Dokumenation von Vorführungsterminen.

Alles Weitere zum Film und zu Vorführungsterminen finden Sie auf der entsprechenden Projektseite.

Aus der Pressemitteilung an die Zeitschrift „Budhismus aktuell“ vom 12.05.2018:

„Akong – A Remarkable Life“ ist ein preisgekrönter Dokumentarfilm (2017) von Chico Dall’Inha über das Leben und Wirken von Akong Rinpoche. Inzwischen ist der Film mit deutschen Untertiteln versehen und in nächster Zeit an mehreren Orten zu sehen (Berlin, Hamburg, Heidelberg, Oldenburg).

In Heidelberg und Berlin werden neben dem Film in Vortragsveranstaltungen die Schwerpunkte von Akong Rinpoches Lebenswerk vorgestellt: Bewahrung und Förderung des Buddhismus tibetischer Prägung, Therapie und Heilung, und Hilfe zur Selbsthilfe.

Alle Einnahmen aus den Filmvorführungen werden zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in und um das Kloster Tsawa Dolma Lhakang, dem Stammkloster Akong Rinpoches im Distrikt Chamdo, Osttibet (ART) verwendet, insbesondere für Bildung und medizinische Versorgung.

Akong Rinpoche (1939-2013) war einer der ersten tibetischen Lehrer, die nach der Flucht aus Tibet im Jahre 1959 in den sechziger Jahren in den Westen gelangt sind, und einer der wenigen, die auch hier geblieben sind und gearbeitet haben. Er hat zusammen mit Chögyam Trungpa Rinpoche das älteste und inzwischen größte tibetisch-buddhistische Kloster in Europa, Samyé-Ling in Schottland, gegründet und bis zu seinem Tode geleitet.

Neben der bewegenden Geschichte seiner frühen Jahre und Flucht zeigt der Film, wie Akong Rinpoche sich stets um die anderen gekümmert hat. Er sorgte sich darum, dass die buddhistischen Lehren nicht verloren gehen, dass an der Meditation interessierte Menschen gute LehrerInnen finden, dass junge Menschen besonders in Tibet Ausbildung und Erziehung finden, dass leidenden Menschen engagiert und konkret geholfen wird, und dass Menschen, die einen therapeutischen Zugang zur inneren Entwicklung suchen, diesen auch erhalten. Der Gedenkveranstaltungen in Heidelberg und Berlin wird die drei Säulen seiner weitsichtigen Aktivität und deren heutigen Stand vorstellen.

Helfen durch Bergwandern

Eine Information von ROKPA Österreich:

Seven Summits Tour

7 Gipfel – 50 Kilometer – 4.500 Höhenmeter – Bist Du bereit?

  • 10 Mal schwitzen,
  • 10 Mal Aufregung und Anspannung,
  • 10 Mal 7 Berge,
  • 10 Mal ROKPA!
  • Jubiläumstour 2018!

Das erfolgreiche Konzept der „Seven Summits Tour Schröcken“ feiert im September sein 10-jähriges Jubiläum. Am 1. September 2018 machen sich mehr als 200 Teilnehmer zu  unterschiedlichen Zeiten auf den Weg, um die 7 Grenzberge rund um Schröcken zu  überschreiten. Es sind 4.500 Höhenmeter und 50 Kilometer, die in 10 bis 20 Stunden  zurückgelegt werden.

Diese Gipfel gilt es zu bezwingen:

  • Hochkünzelspitze, 2.397 m
  • Rothorn, 2.239 m
  • Hochberg, 2.324 m
  • Braunarlspitze, 2.649 m
  • Mohnenfluh, 2.542 m
  • Juppenspitze, 2.412 m
  • Höferspitze, 2.131 m

10 Jahre Seven Summits

Begeisterung – Aufregung – Stärke – Mehr…
Helfen durch ROKPA

Zum 10-jährigen Jubiläum steht die Hilfsorganisation ROKPA mehr den je im Mittelpunkt, um Spenden und Sponsorengelden für einen guten Zweck zu sammeln. Damit auch die Teilnehmer stärker mit eingebunden werden können, gibt es bei der heurigen Tour kein Startgeld sondern eine Spende von 60,- Euro die direkt an ROKPA geht. Jeder kann somit seinen Beitrag für den guten Zweck leisten und mit uns gemeinsam sein persönliches 7 Summits Ziel erreichen. Die  Verpflegung (Frühstück, Abendessen während der Tour), einige Fixkosten, Streckenposten und  Erinnerungsgeschenke werden von zusätzlichen Sponsoren übernommen.

Körbersee – 9 Plätze, 9 Schätze

Zum 10-jährigen Jubiläum macht die Seven Summits Tour in Schröcken einen kleinen Bogen zum schönsten Platz Österreichs – dem Körbersee. Dieser magische Platz muss natürlich in die Tour miteingebaut werden, und bereitet den Teilnehmern garantiert einen wunderbaren Anblick um sich eine kurze Erholung zu gönnen.

NEU: Familien Summit Tour

Neben dem Jubiläum findet erstmals die Familien Summit Tour statt. Diese Tour richtet sich vor allem an Familien mit Kindern, die einen Einblick in die Seven Summits Tour erhalten möchten. Die Tour beginnt am Startpunkt in Neßlegg verläuft zum Körbersee weiter bis hin zum  Hochtannbergpass. Von dort geht es über den Grat zur Höferspitze, der zugleich der letzte Berg der Tour ist und schließlich zum Zieleinlauf in Neßlegg.

Termin

1. September 2018

Anmeldung

Die Anmeldung ist ab 22. Mai möglich, wobei die Startplätze innerhalb kürzester Zeit ausgebucht sind. Wer es nicht rechtzeitig schafft, wird auf einer Warteliste vorgemerkt.
–> www.7berge.at

Operation für Kunsang Tschödrol

Kunsang Tschödrol stammt aus dem kleinen Ort Pudadrong im Bezirk Pasho, Nähe dem Kloster Tsawa Dolma Lhakang, wo sie bis zu ihrer Erkrankung in einer Nonnengemeinschaft lebte. Seit 2016 ist sie im mehr als 1.000 Kilometer entfernten Volkskrankenhaus in Lhasa in Behandlung.

Sie hat einen Tumor, den man im Krankenhaus in Lhasa nicht operieren kann. Dafür muss sie ins über 2.000 Kilometer von Lhasa entfernte Chengdu. Ihre Verwandten sind untröstlich. Inzwischen haben sie kein Geld mehr. Die Behandlung in den letzten zwei Jahren hat mehr als ihre Ersparnisse aufgefressen. Kunsang Tschödrol braucht dringend Geld für die Operation, den Aufenthalt im Krankenhaus, die Reisekosten dort hin. Die Landbevölkerung hat keinen Krankenversicherungsschutz für Krankenhäuser in anderen Provinzen. Menschen mit kranken Angehörigen müssen sich hoch verschulden.

Einige Mönche von Dolma Lhakang haben bereits über WeChat einen Spendenaufruf begonnen. Doch die Kosten sind hoch: 26.000 Euro werden gebraucht. Jeder Euro, jede Spende zählt und hilft! Über 20.000 € brauchen die Nonne und ihre Familie für die Begleichung der Schulden und die neuen Kosten. Spenden Sie bitte mit dem Vermerk „Notfallfonds für Nonnen“.

Update 20.6.: Kunsang Tschödrol befindet sich derzeit im Krankenhaus von Chengdu.

 

Ambulanz von Yeshi und Chunga Lhamo eröffnet

Als wir im Juni 2017 einen Besuch in Zatu machten, stand die neue Ambulanz bereits im
Rohbau da. Yeshi und Chunga Lhamo, die seit 2011 gemeinsam eine Praxis für tibetische
Heilkunde betreiben, hatten vor zwei Jahren bereits das dritte Mal umziehen müssen, weil
die gemieteten Räume für anderes verwendet wurden. Da keimte der Entschluss, auf eigenem
Grund und Boden eine Praxis zu bauen.

Gedacht, gesagt, getan: da Yeshi von seiner Familie ein Zwei-Zimmerhäuschen auf einem
eigenen Grund bekommen hatte, worauf noch Platz war, wurde im Frühjahr 2017 mit dem
Bau begonnen. Dafür hatten die beiden mutigen Ärzte, die inzwischen vier Kinder im Alter
von 1 – 9 Jahren haben, einen Kredit bei einem Verwandten aufgenommen. Mit ihrer
Praxis verdienen sie kein Geld, Yeshi arbeitet ehrenamtlich und die Medikamente werden
kostengünstig abgegeben.

Das Familieneinkommen bestreitet Chunga Lhamo mit ihrer Anstellung als Schulärztin in
Yushu, wo sie mit den vier Kindern lebt, wenn keine Ferien sind. Yeshi wiederum arbeitet in der Praxis, fährt in die Nomadengebiete zur ärztlichen Versorgung der Menschen dort und
hat sich in den letzten Jahren weitergebildet, um auch zahnärztliche Hilfe anbieten zu können.

Das alles wäre ohne enormes Engagement dieses Ehepaares nicht möglich, aber auch
nicht ohne die Hilfe von ROKPA mit Ihren Spenden.

Die Praxis wurde im April feierlich eröffnet: wie es der Brauch ist, mussten die Regale voll sein mit Medikamenten und ein befreundeter Arzt half Yeshi beim Umgang mit den Patienten, die schon Schlange standen. Ebenso wichtig war der Besuch von zwei Lamas, die die Praxis segneten.

Inzwischen ist auch der neue Zahnarztstuhl für die zahnmedizinische Behandlung eingetroffen, Yeshis ganzer Stolz. Zuvor mussten sich die Patienten mit Zahnproblemen auf einer Campingliege behandeln lassen. Diese Zeiten sind nun vorbei. Die neue Ambulanz ist an einer der neuen Hauptstraßen von Zatu gelegen und eine kostbare Bereicherung für den Ort, der das Zentrum einer abgelegenen Nomadenregion bildet. Hierher kommen die Menschen aus den Bergregionen um ihre Erzeugnisse zu verkaufen und für ihre Bedürfnisse einzukaufen. Eine  ärztliche Behandlung und Medikamente für wenig Geld bedeutet großen Segen für die  Menschen hier in der ländlichen Region, in denen die Einkommen sehr gering sind.

Mit Ihrer Spende mit dem Stichwort „medizinische Hilfe in Tibet“ bewirken Sie viel!

Bilanz 2017

Spendeneinnahmen gesamt 125.486,69

Einnahmen [€] Ausgaben [€]
Kontostände am 1.1.2017 63.737,86
Spenden Tibet 111.630,69
Spenden Nepal 10.244,16
Spenden Simbabwe 606,50
andere Einnahmen 8.819,74
Spenden Allgemein 3005,34
Einnahmen durch Akong Memorial Fund 123.047,42
Auszahlung an Projekte in Tibet 248.967,00
Auszahlun über ROKPA International 16.102,99
Gesamt Organisationskosten 3.857,82
Konten am 31.12.2017 52.163,90
Saldo 321.091,71 321.091,71

Wir danken allen Spender_Innen und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen für die großartige Unterstützung.

ROKPA Nepal Taskforce

Vom Glück des Teilens

Liebe Freundinnen und Freunde von ROKPA,

heute möchte ich eine Erinnerung mit Ihnen teilen. Es war im Oktober 2010. Das ROKPA-Team  war in Yushu. Dort waren im April 2010 viele Menschen einem schweren Erdbeben zum Opfer  gefallen In diesem Oktober bestand die ganze Stadt aus Zelten. Nicht nur wohnten die Menschen in Zelten, es gab Zeltläden, Zeltfriseure, sogar Zelthotels. Am Rande der Stadt aber, am Fluss,  campierten die Leute, die während des Erdbebens zwar in Yushu ansässig, aber nicht behördlich gemeldet waren. Sie hatten keine Zelte bekommen. Unser Team war unterwegs, um die durch ROKPA organisierten Zelte zu verteilen.

Wir trafen auf eine junge Familie, die Frau mit zwei kleinen Kindern und einem Säugling, der Mann und ein Mönch. Sie saßen vor einem winzigen Zelt. Unsere Übersetzerin fand heraus, wie es um sie stand. Und wir waren in der Lage zu helfen. Sie bekamen ein stabiles, winterfestes Zelt sowie warme Kleidung für die Kinder. Wir wurden in das winzige Zelt zum Tee geladen. Dort befand sich ihre ganze Habe. Ein paar alte Decken, auf dem Erdboden Pappe, ein paar  Kleidungsstücke, ein Kocher. Tee für uns in Plastikbechern. Als wir wieder gingen, leuchteten die Augen der jungen Familie und ich werde das glückliche dankbare Lächeln im Gesicht und den Augen der jungen Mutter nie vergessen. Wir hatten wirklich helfen können.

Es bedeutete diesen Menschen in diesem Moment ihres Lebens weniger Mühsal. Es war ein besonderes Glücksgefühl für uns alle. Diese Art von Erlebnis hat man nicht alle Tage. Es geht auch nicht darum, sich selbst glücklich zu machen, indem man anderen hilft. Dennoch: es ist ein gutes Gefühl, mit Hilfeleistung jeglicher Art auch nur ein kleines Quäntchen zum Guten in der Welt beigetragen zu haben. In diesem Sinne wünsche ich mir und Ihnen, dass Sie Interesse finden an den Berichten in den nächsten Wochen hier veröffentlicht werden und dass wir gemeinsam weiterhin ein bisschen zum Guten in der Welt beitragen können.

Barbara Pfeiffer 2018Genießen Sie die warmen Tage.

Ihre

Barbara Pfeiffer

Wiederaufbau des Klausurhauses von Dolma Lhakang hat begonnen

Da im Juni 2017 die Mauern des Klausurgebäudes von Dolma Lhakang sehr stark beschädigt wurden, mussten die 12 Mönche dort ihre traditionelle Drei-Jahres-Klausur unterbrechen.

Sobald im April 2018 das Wetter es zuließ, begannen die ersten Arbeiten. Begonnen wurde
mit dem Abriss des alten Gebäudes. Etwa fünfzig Arbeiter, die meisten aus der näheren
Umgegend von Tsawa Gang sind am Werk. Es gibt kaum Maschinen. Großer körperlicher Einsatz ist gefragt: die Mauern müssen eingerissen, die Steine, das Holz abgetragen werden, damit Platz ist für das neue Fundament, die neuen Mauern. Mit über einem Jahr Bauzeit ist zu rechnen, bis das neue Gebäude benutzbar sein wird. Bis Ende August, vielleicht noch bis Mitte September kann gearbeitet werden, dann wird es zu kalt, der Boden gefroren, die ersten Schneefälle kommen.

Hier eine kurze, aktuelle Videosequenz von der Baustelle:

Übernachtet wird im Zelt, nur die wenigsten schaffen es, über Nacht zu ihren Familien zu kommen. Die Klosterküche versorgt sie mit drei kräftigen Mahlzeiten täglich, denn sie brauchen all ihre Kräfte für die harte Arbeit hier auf 4.500 Metern Höhe im ständigen starken Wind.

Für die Arbeiter ist die Arbeit am Klausurgebäude in zweifacher Hinsicht von großem Nutzen: erstens gilt es als religiös sehr verdienstvoll, ein Kloster aufzubauen. Zum Zweiten werden sie für ihre Arbeit entlohnt. Damit können sie das Einkommen Ihrer Familie aufbessern, denn andere Jobs sind sehr rar in der Gegend und die Hirtenfamilien leben von dem geringen Einkommen, das sie durch den Verkauf von gesammelten Pilzen, Butter, Milch und Fleisch erzielen.

Die traditionelle Dreijahres-Klausur ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung für tibetische Mönche der Karma Kagyu Tradition. Sie dient dazu, das im Studium Gelernte in die
Meditationspraxis umzusetzen. Wer die Klausur beendet hat, wird später seine Erfahrungen und sein Wissen weitergeben und vielen Menschen helfen, mit ihrem Inneren in Einklang zu kommen und zu bleiben. Eine wichtige Tradition aus Tibet, von der auch viele Menschen im Westen inzwischen überzeugt sind, weil sie ihr Leben positiv beeinflusst hat.

Orte wie Tsawa Dolma Lhakang sind besondere Orte: weit abgelegen von der Ablenkung
und Betriebsamkeit der Großstadt. Hier ist ein guter Platz zum Lernen, Studieren, reflektieren, Meditieren. Dieser Ort, an dem der ROKPA-Gründer Akong Tulku Rinpoche aufgewachsen ist und gewirkt hat, soll unterstützt und unterhalten bleiben, denn es ist ein Ort, von dem Kraft ausgeht, von dem die Menschen in der Region abhängen.

Bitte helfen Sie uns mit Spenden bei der Erhaltung des Klosters und beim Wiederaufbau des Klausurhauses, der Verbesserung der Unterkünfte für Nonnen und Mönche! Damit helfen auch Sie in zweierlei Hinsicht: Ihre Hilfe kommt direkt den Menschen vor Ort zu Gute und verbessert ihre Lebensumstände. Und zusätzlich tragen Sie zur Erhaltung der wertvollen tibetischen Kultur bei.

Video-Gruß zu Losar

Die Video-Sequenzen haben wir heute von Tarsin aus Tsurphu erhalten und veröffentlichen sie hier gern mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen zum tibetischen Neujahrsfest ‚Losar‘ am 16.02. Zum Beginn des Jahres ‚männlicher  Erd-Hund‘ (s. u. Wikipedia –> Kombination aus Geschlecht, Element und Tier)  gibt es entsprechende Feierlichkeiten und Lama-Tänze.

Tsurphu ist die Residenz des Karmapa, des Oberhauptes der Karma-Kagyü-Schule des Tibetischen Buddhismus. Das Kloster befindet sich in etwa 4.270 Meter Höhe in der Gemeinde Gurum im Kreis Tölung Dechen, rund 70 km westlich von Lhasa in Tibet.

Weitere Informationen auf de.wikipedia.org:

Nonnenversammlung Dolma Lhakang

Heiße Debatte im Schneegestöber von Dolma Lhakang

Eine kurze Video-Szene von einer Debattier-Übung haben wir aus Dolma-Lhakang erhalten:

Die Ausbildung von tibetischen Mönchen besteht unter anderem auf einem umfassenden Studium der wichtigsten philosophischen Texte des Buddhismus. Manche Texte werden sogar komplett auswendig gelernt. Schon die kleinen Mönche am Anfang ihrer Ausbildung lernen, ihr Wissen mit Hilfe der Debatte zu vertiefen, indem sie das Gelernte in der Debatte analysieren. Bei den Debatten gibt es Verlierer und einen Gewinner. Der Schiedsrichter entscheidet darüber. Die Debatte gilt als ein wichtiges Mittel, den Geist lebendig zu erhalten und kritisches Denken zu schulen.

Das Debattieren gehört seit Buddhas Zeiten zur buddhistischen Tradition. Im Buddhismus der Tibeter hat es diese besondere Form angenommen. Die Mönche üben das Debattieren meistens in einer Dreiergruppe. Einer ist der Herausforderer, einer der Verteidiger und einer der Schiedsrichter. Der Verteidiger sitzt, während der Herausforderer vor ihm steht. Der Herausforderer, der auf den sitzenden Verteidiger zugeht, klappt die Arme zusammen und klatscht in die Hände, was eine symbolische Bedeutung hat. Mit Worten versucht er, das vom Verteidiger Gesagte zu widerlegen, während der Verteidiger mit neuen Begründungen seinen Standpunkt verteidigt.

Wer die Debatte gewonnen hat, entscheidet der Schiedsrichter, der die ganze Debatte aufmerksam mitverfolgt.

ROKPA Deutschland e. V. unterstützt das Kloster Dolma Lhakang z. B. :

Wir freuen uns auf Ihre Spende!

Bilanz der Gassenküche in Kathmandu 2016/2017

Die ROKPA- Gassenküche im nepalesischen Kathmandu ist im Winter seit über zwei Jahrzehnten ein Magnet für viele, die kaum wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.

Margrit Stahel war von Anfang an als freiwillige Helferin mit dabei, ebenso wie Annemie. Sie erinnern sich daran, wie sie damals immer wieder aufs Neue aus einer Schutthalde einen Platz hergerichtet haben, wo die hungrigen Gassenküchengäste zweimal täglich ihr Essen bekamen?

Inzwischen leitet Margrit aus dem Schweizer Schaffhausen die Organisation der Gassenküche und informiert darüber, was sich seit damals verändert hat. Es gibt inzwischen auf dem Gelände, das ganzjährig gemietet wurde, drei kleine, mit Wellblech bedeckte Häuschen.

Gassenküche Nepal

Vorbereitungen für ein schmackhaftes Mittagessen

In einem werden Patienten, die zur Gassenküche kommen, medizinisch versorgt. Ein anderes Häuschen dient der Ausgabe von Kleidern und das dritte ist Wohnung für die beiden nepalesischen Köche während der drei Monate,  in denen die Gassenküche aktiv ist. „Die durchgefrorenen Gäste erhalten morgens einen heißen Milchtee und ein frisches, süßes Brötchen. Mittags nehmen die Gäste der ROKPA-Gassenküche ihre Mahlzeiten aus sauberen Metallschüsseln und sitzend auf Bambusstangen ein. Es gibt täglich das Nationalgericht,
bestehend aus Reis, Linsen und einem Curry mit Kartoffeln und dem jeweiligen Tagesgemüse
wie Blumenkohl, Spinat, Rettich oder Kohl.“

Die Gassenküche in Zahlen

  • Anzahl der ausgegebenen Mahlzeiten pro Tag: 600
  • Kosten pro Tag: 167 €
  • Lebensmittelverbrauch im ganzen Winter:
    4.410 kg Reis, 510 kg Dal, 2.310 kg Gemüse, 2.310 kg Kartoffeln, 63 kg Tee, 575 kg
    Zucker, 13.790 Stück Brötchen

Medizinische Ambulanz

  • Anzahl der Behandlungen im ganzen Winter: 800
  • Kosten für 10 Behandlungen 66 €