Operation für Kunsang Tschödrol

Kunsang Tschödrol stammt aus dem kleinen Ort Pudadrong im Bezirk Pasho, Nähe dem Kloster Tsawa Dolma Lhakang, wo sie bis zu ihrer Erkrankung in einer Nonnengemeinschaft lebte. Seit 2016 ist sie im mehr als 1.000 Kilometer entfernten Volkskrankenhaus in Lhasa in Behandlung.

Sie hat einen Tumor, den man im Krankenhaus in Lhasa nicht operieren kann. Dafür muss sie ins über 2.000 Kilometer von Lhasa entfernte Chengdu. Ihre Verwandten sind untröstlich. Inzwischen haben sie kein Geld mehr. Die Behandlung in den letzten zwei Jahren hat mehr als ihre Ersparnisse aufgefressen. Kunsang Tschödrol braucht dringend Geld für die Operation, den Aufenthalt im Krankenhaus, die Reisekosten dort hin. Die Landbevölkerung hat keinen Krankenversicherungsschutz für Krankenhäuser in anderen Provinzen. Menschen mit kranken Angehörigen müssen sich hoch verschulden.

Einige Mönche von Dolma Lhakang haben bereits über WeChat einen Spendenaufruf begonnen. Doch die Kosten sind hoch: 26.000 Euro werden gebraucht. Jeder Euro, jede Spende zählt und hilft! Über 20.000 € brauchen die Nonne und ihre Familie für die Begleichung der Schulden und die neuen Kosten. Spenden Sie bitte mit dem Vermerk „Notfallfonds für Nonnen“.

Update 20.6.: Kunsang Tschödrol befindet sich derzeit im Krankenhaus von Chengdu.

 

Ambulanz von Yeshi und Chunga Lhamo eröffnet

Als wir im Juni 2017 einen Besuch in Zatu machten, stand die neue Ambulanz bereits im
Rohbau da. Yeshi und Chunga Lhamo, die seit 2011 gemeinsam eine Praxis für tibetische
Heilkunde betreiben, hatten vor zwei Jahren bereits das dritte Mal umziehen müssen, weil
die gemieteten Räume für anderes verwendet wurden. Da keimte der Entschluss, auf eigenem
Grund und Boden eine Praxis zu bauen.

Gedacht, gesagt, getan: da Yeshi von seiner Familie ein Zwei-Zimmerhäuschen auf einem
eigenen Grund bekommen hatte, worauf noch Platz war, wurde im Frühjahr 2017 mit dem
Bau begonnen. Dafür hatten die beiden mutigen Ärzte, die inzwischen vier Kinder im Alter
von 1 – 9 Jahren haben, einen Kredit bei einem Verwandten aufgenommen. Mit ihrer
Praxis verdienen sie kein Geld, Yeshi arbeitet ehrenamtlich und die Medikamente werden
kostengünstig abgegeben.

Das Familieneinkommen bestreitet Chunga Lhamo mit ihrer Anstellung als Schulärztin in
Yushu, wo sie mit den vier Kindern lebt, wenn keine Ferien sind. Yeshi wiederum arbeitet in der Praxis, fährt in die Nomadengebiete zur ärztlichen Versorgung der Menschen dort und
hat sich in den letzten Jahren weitergebildet, um auch zahnärztliche Hilfe anbieten zu können.

Das alles wäre ohne enormes Engagement dieses Ehepaares nicht möglich, aber auch
nicht ohne die Hilfe von ROKPA mit Ihren Spenden.

Die Praxis wurde im April feierlich eröffnet: wie es der Brauch ist, mussten die Regale voll sein mit Medikamenten und ein befreundeter Arzt half Yeshi beim Umgang mit den Patienten, die schon Schlange standen. Ebenso wichtig war der Besuch von zwei Lamas, die die Praxis segneten.

Inzwischen ist auch der neue Zahnarztstuhl für die zahnmedizinische Behandlung eingetroffen, Yeshis ganzer Stolz. Zuvor mussten sich die Patienten mit Zahnproblemen auf einer Campingliege behandeln lassen. Diese Zeiten sind nun vorbei. Die neue Ambulanz ist an einer der neuen Hauptstraßen von Zatu gelegen und eine kostbare Bereicherung für den Ort, der das Zentrum einer abgelegenen Nomadenregion bildet. Hierher kommen die Menschen aus den Bergregionen um ihre Erzeugnisse zu verkaufen und für ihre Bedürfnisse einzukaufen. Eine  ärztliche Behandlung und Medikamente für wenig Geld bedeutet großen Segen für die  Menschen hier in der ländlichen Region, in denen die Einkommen sehr gering sind.

Mit Ihrer Spende mit dem Stichwort „medizinische Hilfe in Tibet“ bewirken Sie viel!

Wiederaufbau des Klausurhauses von Dolma Lhakang hat begonnen

Da im Juni 2017 die Mauern des Klausurgebäudes von Dolma Lhakang sehr stark beschädigt wurden, mussten die 12 Mönche dort ihre traditionelle Drei-Jahres-Klausur unterbrechen.

Sobald im April 2018 das Wetter es zuließ, begannen die ersten Arbeiten. Begonnen wurde
mit dem Abriss des alten Gebäudes. Etwa fünfzig Arbeiter, die meisten aus der näheren
Umgegend von Tsawa Gang sind am Werk. Es gibt kaum Maschinen. Großer körperlicher Einsatz ist gefragt: die Mauern müssen eingerissen, die Steine, das Holz abgetragen werden, damit Platz ist für das neue Fundament, die neuen Mauern. Mit über einem Jahr Bauzeit ist zu rechnen, bis das neue Gebäude benutzbar sein wird. Bis Ende August, vielleicht noch bis Mitte September kann gearbeitet werden, dann wird es zu kalt, der Boden gefroren, die ersten Schneefälle kommen.

Hier eine kurze, aktuelle Videosequenz von der Baustelle:

Übernachtet wird im Zelt, nur die wenigsten schaffen es, über Nacht zu ihren Familien zu kommen. Die Klosterküche versorgt sie mit drei kräftigen Mahlzeiten täglich, denn sie brauchen all ihre Kräfte für die harte Arbeit hier auf 4.500 Metern Höhe im ständigen starken Wind.

Für die Arbeiter ist die Arbeit am Klausurgebäude in zweifacher Hinsicht von großem Nutzen: erstens gilt es als religiös sehr verdienstvoll, ein Kloster aufzubauen. Zum Zweiten werden sie für ihre Arbeit entlohnt. Damit können sie das Einkommen Ihrer Familie aufbessern, denn andere Jobs sind sehr rar in der Gegend und die Hirtenfamilien leben von dem geringen Einkommen, das sie durch den Verkauf von gesammelten Pilzen, Butter, Milch und Fleisch erzielen.

Die traditionelle Dreijahres-Klausur ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung für tibetische Mönche der Karma Kagyu Tradition. Sie dient dazu, das im Studium Gelernte in die
Meditationspraxis umzusetzen. Wer die Klausur beendet hat, wird später seine Erfahrungen und sein Wissen weitergeben und vielen Menschen helfen, mit ihrem Inneren in Einklang zu kommen und zu bleiben. Eine wichtige Tradition aus Tibet, von der auch viele Menschen im Westen inzwischen überzeugt sind, weil sie ihr Leben positiv beeinflusst hat.

Orte wie Tsawa Dolma Lhakang sind besondere Orte: weit abgelegen von der Ablenkung
und Betriebsamkeit der Großstadt. Hier ist ein guter Platz zum Lernen, Studieren, reflektieren, Meditieren. Dieser Ort, an dem der ROKPA-Gründer Akong Tulku Rinpoche aufgewachsen ist und gewirkt hat, soll unterstützt und unterhalten bleiben, denn es ist ein Ort, von dem Kraft ausgeht, von dem die Menschen in der Region abhängen.

Bitte helfen Sie uns mit Spenden bei der Erhaltung des Klosters und beim Wiederaufbau des Klausurhauses, der Verbesserung der Unterkünfte für Nonnen und Mönche! Damit helfen auch Sie in zweierlei Hinsicht: Ihre Hilfe kommt direkt den Menschen vor Ort zu Gute und verbessert ihre Lebensumstände. Und zusätzlich tragen Sie zur Erhaltung der wertvollen tibetischen Kultur bei.

Nonnenversammlung Dolma Lhakang

Heiße Debatte im Schneegestöber von Dolma Lhakang

Eine kurze Video-Szene von einer Debattier-Übung haben wir aus Dolma-Lhakang erhalten:

Die Ausbildung von tibetischen Mönchen besteht unter anderem auf einem umfassenden Studium der wichtigsten philosophischen Texte des Buddhismus. Manche Texte werden sogar komplett auswendig gelernt. Schon die kleinen Mönche am Anfang ihrer Ausbildung lernen, ihr Wissen mit Hilfe der Debatte zu vertiefen, indem sie das Gelernte in der Debatte analysieren. Bei den Debatten gibt es Verlierer und einen Gewinner. Der Schiedsrichter entscheidet darüber. Die Debatte gilt als ein wichtiges Mittel, den Geist lebendig zu erhalten und kritisches Denken zu schulen.

Das Debattieren gehört seit Buddhas Zeiten zur buddhistischen Tradition. Im Buddhismus der Tibeter hat es diese besondere Form angenommen. Die Mönche üben das Debattieren meistens in einer Dreiergruppe. Einer ist der Herausforderer, einer der Verteidiger und einer der Schiedsrichter. Der Verteidiger sitzt, während der Herausforderer vor ihm steht. Der Herausforderer, der auf den sitzenden Verteidiger zugeht, klappt die Arme zusammen und klatscht in die Hände, was eine symbolische Bedeutung hat. Mit Worten versucht er, das vom Verteidiger Gesagte zu widerlegen, während der Verteidiger mit neuen Begründungen seinen Standpunkt verteidigt.

Wer die Debatte gewonnen hat, entscheidet der Schiedsrichter, der die ganze Debatte aufmerksam mitverfolgt.

ROKPA Deutschland e. V. unterstützt das Kloster Dolma Lhakang z. B. :

Wir freuen uns auf Ihre Spende!

Lha Nä Bab Dü Tschen – Das Herunterkommen von den Göttern

Zwei Filmchen sind aus Dolma Lhakang, vom 10.11.2017 eingetroffen. Es handelt sich um einen der wichtigsten Buddhistischen Feiertage. „Lha Nä Bab Dü Tschen“. Das bedeutet etwa soviel wie ‚Fest des Herunterkommens von den Göttern‘ im Gegensatz zu Himmelfahrt bei den Christen 😉

Es heißt, dass alles Gute was man an diesem Tag tut, millionenfach vervielfältigt wird. Leider auch alle Missetaten!

Jedenfalls haben gestern die Nomaden 130 Yaks zum Kloster gebracht, um sie zu befreien. D.h. sie werden ab jetzt frei leben und müssen keine Angst haben, geschlachtet zu werden.

Dolma Lhakang Retreathaus Header

Klausurhaus von Dolma Lhakang durch Regenfälle zerstört

Mitte Juli 2017 gab es in Tsawagang derartig starke Regenfälle, dass das Klausurhaus, das zum Kloster Dolma Lhakang gehört, völlig zerstört wurde. Die zwölf Mönche, die im dritten Jahr der traditionellen Drei-Jahres-Klausur waren, mussten die Klausur unterbrechen.

Noch in diesem Jahr soll mit dem Wiederaufbau des Gebäudes begonnen werden. Die Drei-Jahres-Klausur ist ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung der Mönche, ein wichtiger Bestandteil der Kulturarbeit im Kloster Dolma Lhakang.

Wir bitten um Spenden mit dem Verwendungszweck „Wiederaufbau Dolma Lhakang“.

Wir haben dazu ein eigenes Projekt nebst Dokumentation eingerichtet.

Dolma Lhakang Header 2016

Nahrhaftes für die Nonnen und Mönche

Je höher man kommt, desto weniger wächst. Je abgelegener das Gebiet ist, desto teurer werden die Nahrungsmittel, die nicht vor Ort angebaut werden können. Doch speziell in der großen Höhe sind Reis, Mehl und Öl wichtige Grundnahrungsmittel, die die Menschen in diesen Regionen neben ihrer Diät aus geröstetem Gerstenmehl (Tsampa), Butter, Joghurt und Fleisch brauchen, um gesund zu bleiben.

Das gilt speziell für die Mönche und Nonnen in Dolma Lhakang auf 4.500 Metern Höhe, von denen die meisten kein Fleisch essen. Damit die Spenden an ROKPA für die Nahrungsmittel der Nonnen und Mönche wirtschaftlich verwendet wird, fahren zwei oder dreimal jährlich zwei Mönche, die im Verwaltungskomitee sitzen, nach Chengdu, um dort die Nahrungsmittel einzukaufen. Die vom Kloster über 1000 Kilometer entfernte Hauptstadt der Provinz Sichuan ist für die niedrigen Preise bekannt. Und so lohnt sich der Großeinkauf hier, trotz der Transportkosten.

Wenn dann der Laster ankommt, um die Säcke mit Mehl und Reis und die Ölkanister auszuliefern, helfen alle mit.

ROKPA-Fonds alleinstehende Frauen

Fonds für alleinstehende Frauen

Sie haben früh die Eltern verloren, sind zwischen Verwandten hin und her geschoben worden, haben später als Magd gearbeitet, vielleicht ohne Lohn oder gerade für Essen und Unterkunft. Oder sie wurden früh verheiratet in ein anderes Dorf, bekamen keine Kinder, der Mann verstarb. Niemand ist mehr übrig, der sich um sie kümmert.

Die Rede ist von Frauen in den tibetischen Gebieten, die nie das Glück hatten, im Netzwerk einer Familie zu stehen, wo sich die einzelnen Mitglieder gegenseitig unterstützen. Das ist das bis heute größtenteils funktionierende Sozialsystem in Tibet, denn eine Sozialversicherung, wie wir sie kennen, gibt es nicht. Was aber, wenn es keine Familie gibt?

Viele der Frauen entschließen sich irgendwann, sich einer Nonnengemeinschaft anzuschließen. Sicher mag ein Beweggrund auch der religiöse Aspekt sein, aber der wichtigste Aspekt ist das Aufgehoben sein in einer Gemeinschaft wohlwollender Menschen. Aber auch Klöster sind meist nur in der Lage, die Nonnen oder Mönche mit Essen zu versorgen. Jedes Kloster ist so reich wie seine Gemeinde. Die Familien unterstützen ihre Verwandten mit Geld für Kleidung, Medikamente und andere wichtige Dinge.

Das fehlt den alleinstehenden Frauen. Damit sie nicht betteln gehen müssen, hat ROKPA Deutschland einen Fonds eingerichtet. Das Geld aus diesem Fonds hilft z. Zt. 23 Frauen, die in Nonnengemeinschaften um das Kloster Dolma Lhakang in Tswagang, Autonome Region Tibet leben. Wir hoffen, dass wir ihnen bald neue Winterkleidung, Schuhe und warme Decken finanzieren können!

Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihrer Spende!

Dolma Lhakang Header

Ein Ort der Zusammenkunft auf 4.500 Metern

Denken wir an Kloster, kommt uns zuerst einmal Abgeschiedenheit in den Sinn. Für Dolma Lhakang trifft das insofern zu, als dass der Ort auf 4.500 Metern wirklich schwer zu erreichen ist. Für westliche Touristen sogar momentan gar nicht.

Doch ist die Institution ein Ort der Begegnung, des Studiums, der Kontemplation und der Zuflucht. Der Ort, der wichtig ist für die 300 Familien, die mit Dolma Lhakang verbunden sind. Rund durch das ganze Jahr finden hier regelmäßig Zeremonien statt, zu der die Bevölkerung eingeladen ist. In der Klosterschule durchlaufen die Mönche eine traditionelle Ausbildung, angefangen vom Lesen und Schreiben bis zum Studium philosophischer Texte.

Hier einige Impressionen bei einem Besuch im Sommer 2015

Ähnliches geschieht in den fünf Nonnenklöstern in der Umgebung. Im abgeschiedenen Meditationsort hoch oben sind zwölf junge Männer für drei Jahre und drei Monate in einer Klausur, wo sie traditionelle Übungen durchlaufen, die sie zu künftigen Meditationslehrern macht. Wieder andere Mönche geben ihr Wissen an die Kinder und Jugendlichen in der Umgebung weiter, die keine Schule besuchen konnten oder die in ihrer Schule kein Tibetisch lernen können.

Betrachten wir also das Kloster und dessen Aktivitäten mit westlichen Maßstäben, so könnten wir es mit einem Gemeindezentrum vergleichen, das für Jung und Alt in der Gemeinde da ist.

Damit diese für die Gemeinde so wichtige Institution funktionieren kann, braucht es Geld. Da in der tibetischen Tradition ein Kloster von den Spenden der Bevölkerung abhängig ist, hat das Kloster Dolma Lhakang Probleme. Denn in der Region auf 4.500 Metern Höhe kann nichts angebaut werden und die Nomaden können ihre Angehörigen im Kloster höchstens mit Naturalien wie Milch und Käse unterstützen. Doch das reicht nicht. Das Kloster gibt zusätzlich Nahrungsmittel für 1,50 pro Nonne und Mönch aus.

Dafür brauchen wir Ihre Spenden!
Bitte unterstützen Sie dieses aktive Zentrum für das Gemeinwohl mit Ihrer Spende!

Nonnen von Karphu Gön Header

Die Nonnen von Karphu Gön

Sie leben in einfachen steinernen Häusern. Der Wind pfeift durch alle Löcher. Wasser müssen sie vom Fluss holen und im Winter brauchen sie jede Decke, um sich überhaupt warm zu halten.

Auf über 4.000 Metern Höhe sind rings um das Mönchskloster Dolma Lhakang, wo der ROKPA-Gründer Dr. Akong Rinpoche aufwuchs und studierte, fünf Nonnengemeinschaften angesiedelt. Die größte dieser fünf Gemeinschaften ist Karphu Gön mit 51 Nonnen.

In dieser abgelegenen Region wächst nicht viel. Die Winter sind lang, der starke Wind bläst das ganze Jahr über. Die etwa 300 Familien, die um das Kloster herum leben, haben rund um die Uhr mit ihren Tieren zu tun, ernähren sich von der Milch und der Wolle ihrer Herden.

Für alle ist das Leben dort hart, aber ganz besonders hart für die Nomadenfrauen. Fast rund um die Uhr sind sie im Einsatz. Vor allen anderen müssen sie morgens aufstehen, um die Tiere zu melken. Danach geht es ans Feuer machen, das Frühstück bereiten, Holz und Wasser herbei holen, dann die Kinder anziehen, den Alten das Essen bereiten, Kleidung flicken, das Haus oder Zelt reinigen, Kuhdung sammeln, Kinder betreuen, Essen bereiten und so weiter. Man sagt, dass eine Nomadenfrau selbst wenn sie ein Kind geboren hat, keine Pause bekommt.

In dieser Gegend gibt es kaum Schulen. Die einzige Bildungsmöglichkeit ist ein Kloster.
Deshalb haben sich auch Karma Sangmo (35), Sönam Tschödrön (47) und Karma Tschötschi Tsomo (20) zum Leben als Nonne entschlossen.

Karma Sangmo Nonne von Karphu GönKarma Sangmo hat nie eine öffentliche Schule besucht. Schon als Achtjährige wurde sie 1988 Novizin. Davor bestand ihr Leben darin, die Schafe ihrer Familie zu hüten. Bei den Nonnen hat sie Lesen und Schreiben gelernt, sich in die Meditationspraxis eingearbeitet, drei Jahre eine Klausur durchgeführt und studiert nun neben ihren Pflichten als Rezitationsleiterin fleißig die Texte der „Lam Rim“ (übersetzt „ Der stufenweise Weg“).

Sönam Tschödrön Nonne von Karphu GönSönam Tschödrön ist 1968 geboren und besuchte von ihrem neunten bis neunzehnten Lebensjahr die staatlichen Schulen, wo sie die dort angebotenen Fächer auf Chinesisch lernte. Doch ihrer Familie fehlte das Geld, um sie weiter zur Schule zu schicken und sie arbeitete ein Jahr lang als Nomadin und betreute eine Herde. Doch der Wunsch zu lernen wurde immer stärker und sie entschloss sich, Nonne zu werden. Im Kloster konnte sie endlich Lesen und Schreiben auf Tibetisch lernen, studierte verschiedene Rituale und Meditationspraktiken, bevor auch sie in einer dreijährigen Klausur verschiedene Techniken des Geistestrainings praktizierte. Sie verlässt nie die Nonnengemeinschaft und widmet ihr ganzes Leben dem Studium und der Meditationspraxis.

Karma Tschötschi Tsomo Nonne von Karphu GönKarma Tschötschi Tsomo ist 1995 geboren und noch Novizin. Erst als sie 13 war schickten ihre Eltern sie für drei Jahre in die Schule, wo sie Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt hat. Damit sie überhaupt weiter lernen konnte, entschloss sie sich, der Nonnengemeinschaft beizutreten, wo sie seither eifrig lernt und studiert. Nur hier kann sie ihrem Wunsch zu lernen und Wissen anzusammeln nachkommen.

Alle drei Nonnen haben wenig Unterstützung von ihren Familien zu erwarten, die selbst kaum das Nötigste zum Leben haben. Sie sind exemplarisch für all ihre Genossinnen. Das Kloster Dolma Lhakang versorgt die 122 Nonnen und 103 Mönche mit Reis, Mehl, Öl und Gemüse. Doch das Kloster ist abgelegen und es kommen nur wenige Pilger dort hin. Deshalb hat das Kloster nur wenig Einkommen.

ROKPA Deutschland kann die Nonnen und Mönche von Dolma Lhakang mit Ihrer Hilfe unterstützen!

Hier studieren und praktizieren Mönche und Nonnen mit großer Intensität und Konzentration und ohne Ablenkung. Sie helfen so, die tibetische Kultur und Wissenschaft zu bewahren und führen ein entbehrungsreiches Leben in Armut. Die Arbeit für die Erhaltung der tibetischen Kultur ist eine Arbeit für den Frieden.

Helfen Sie uns bei der Unterstützung der Nonnen von Dolma Lhakang mit Ihrer Spende!