Ambulanz von Yeshi und Chunga Lhamo in Betrieb

Bericht von Barbara Pfeiffer bei einem Besuch 2018:

Zatu oder auch Zaduo geschrieben ist einer der sechs Kreise, die zum Distrikt Yushu gehören. Man fährt 207 km bis Sahuteng, dem Hauptort des Kreises. Wir sind jetzt bei ca. 4.000 Metern Höhe, haben mehrere Pässe hinter uns, die zwischen 4.500 bis 4.800 Metern Höhe angaben. Der aufstrebende Ort Zatu, wo wie fast überall viel gebaut wird, liegt inmitten von bergigem Nomadengebiet, ist der Hauptort der Käufer und Verkäufer einer der wichtigsten Einnahmequellen der Tibeter, des „Jartsa Gönbu“, auf Deutsch Raupenblätterpilz, einem begehrten Bestandteil für tibetische und chinesische Medikamente. Es ist Sonntag und ich bin zu einem Familientreffen von Yeshis Verwandten eingeladen. Zwanzig Familien treffen sich außerhalb des Ortes auf einem Picknickareal. Als wir ankommen, wuselt es schon wie in einem Bienenkorb um die verschiedenen Zelte. Ich werde mit einem großen Hallo herzlich begrüßt und sofort mit gekochtem Yakfleisch, gekochten Kartoffeln, gefüllten Teigtaschen, wilden Yamswurzeln in Yoghurt und vielem mehr bewirtet. Dazu Tee ohne Ende. Die älteren Frauen haben sich in ihrer tibetischen Tracht herausgeputzt, tragen all ihren Schmuck um den Hals und auf dem Kopf. Später werden sich auch die jüngeren Leute für das Familienfoto in ihre Tracht umkleiden. In der Zeltmitte brodelt ein Kessel. Mal wird ein Nachschub an Yakfleisch gekocht, das in Hülle und Fülle vorhanden scheint, mal wieder heißes Wasser für den Tee bereitet. Den Dialekt hier verstehe ich kaum, einzelne Wortfetzen bekomme ich mit, aber auch, dass hier viele Ausdrücke benutzt werden, die ich nicht kenne. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als zu beobachten. Doch dann klingelt Chunga Lhamos Telefon. Es sind Patienten, die anrufen und Yeshi, Chunga Lhamo und ich machen uns auf in die Praxis. Die Patienten sind zwei Stunden gefahren, um sich hier behandeln zu lassen.

Menschen, die dort weiterhin wie ihre Vorfahren als Hirten leben und sich vor allem vom Ertrag, den die Tiere bringen ernähren, haben keine Teilhabe am allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung. Für sie ist Geld Mangelware und oft können sie sich einen Arztbesuch und den Kauf von Medikamenten nicht leisten. Doch bei Chunga Lhamo und Yeshi ist das anders. Sie behandeln die Patienten, die aus den Nomadengebieten zu ihnen kommen kostenlos, auch für die Medikamente müssen diese oft nichts oder nur wenig bezahlen. Das ist das große Anliegen dieses Arztehepaares. Chunga Lhamos Vater starb an einer einfachen Infektion in den Bergen, als sie noch ein kleines Mädchen war. Und so beschloss sie, Ärztin zu werden. Kurz nachdem wir die Praxis betreten haben, kommen auch die ersten Patienten an. Es ist ein Ehepaar. Rasch waschen sie die beiden Ärzte die Hände unter den Wasserhahn, der momentan noch Wasser aus einer Plastiktonne spendet. Wer zuerst dran kommt, ist schnell geklärt. Die Frau lässt sich von Chunga Lhamo befragen, Yeshi ist für den Mann zuständig. Niemand stört sich daran, dass ich dabei sitze und alles beobachte. Was jetzt folgt, scheint mir, einer gewissen Routine zu folgen. Zuerst gibt es ein kleines Gespräch, wo der Patient nach ihren Beschwerden gefragt wird. Dann fühlt die Ärztin den Puls an beiden Handgelenken. Anschließend muss die Frau ihre Zunge zeigen. Heute genügt das schon für eine Diagnose. Manchmal misst Chunga Lhamo noch den Blutdruck, tastet den Bauch oder ein anderes schmerzendes Körperteil ab. In anderen Fällen wird vom Patienten eine Urinprobe verlangt. Der Urin wird mittels verschiedener Methoden analysiert. Anschließend kommt es zur Diagnose und der Verschreibung der Medikamente. Inzwischen sind zwei weitere Patienten aufgetaucht, nehmen geduldig auf dem Sofa im
Wartebereich Platz, bis sie dran kommen.

Als Chunga Lhamo die Patientin ausreichend untersucht hat, stellt sie ihr die Medikamente für eine Woche zusammen. Das Gleiche geschieht bei Yeshi und dem Ehemann der Patientin. Er hatte über Schmerzen im Oberbauch geklagt. Dann kommen die beiden nächsten Patienten dran und auch hier konzentrieren sich die beiden Ärzte genau auf ihre Arbeit. Die beiden Ärzte machen sich genaue Notizen, führen eine Patientenkartei, für spätere Konsultationen. Ist die Diagnose klar, werden die Pulver oder Kräuterpillen aus den Gläsern und Schubladen zusammengestellt. Die Kräutermedikamente kaufen Chunga Lhamo und Yeshi aus einer Medikamentenmanufaktur in Nangchen, die wir auch schon besucht haben. In der Regel bekommt ein Patient jeweils für sieben Tage die Medikamente. Falls er dann mehr braucht, muss er oder sie noch einmal wiederkommen. Schließlich sind die Patienten versorgt und Yeshi erklärt mir noch seine Pläne für die Praxis. Ich bemängele, dass es immer noch kein fließendes Wasser im Raum gibt. Er erklärt mir, dass er noch Einiges vorhat. Der Glaskasten für die zahnärztliche Behandlung, den er selbst gebaut hat, müsse in einen anderen Raum, das verlange das Amt für Hygiene. Deshalb werde er dann dort in die Ecke das Wasserrohr von außen verlegen und eine ordentliche Spüle einrichten, wo auch das Desinfektionsgerät stehen wird. Ebenfalls steht noch der Bau einer Toilette im Hof aus. Bisher sind auf dem Nachbargrundstück noch Bauarbeiten im Gang. Im Zuge dessen wird Yeshi auch eine Toilette bauen. Ich will mir den Fortschritt im kommenden Jahr anschauen. Die Landpraxis von Chunga Lhamo und Yeshi ist ein Glücksfall für die Tibeter aus den Nomadengebieten. Sie können, wenn sie im Städtchen etwas zu besorgen haben, dort auch günstig medizinische Behandlung und sogar einfache zahnmedizinische Behandlung bekommen, die sie sich anderswo im Ort nicht leisten könnten.

Das alles kann geschehen durch Ihre Hilfe, Ihre Spende für medizinische Hilfe in Tibet! Danke!

Yeshi das Multitalent mit vielseitigem Einsatzwillen

In der Praxis hat er sehr viel Eigenarbeit geleistet, vom Verputzen und Malen der Wände bis zum Bau des Glaskastens und der Glasbehälter für die Medikamentenvitrine. Nun will er auch noch eine Wasserleitung verlegen. Doch seine Arbeit als Arzt verlangt ihm viel Flexibilität ab. Patienten rufen zu jeder Tages und Nachtzeit an, wenn sie Hilfe brauchen. Darüber hinaus fährt er mit Kollegen zu medizinischen Versorgungseinsätzen in die abgelegensten Berggebiete. Er gibt Vorträge über Prävention in Schulen und nimmt an Müllsammelaktionen teil. Dazu kommt, dass seine Frau Chunga Lhamo mit den vier Kindern die meiste Zeit in Yushu lebt, wo sie als Schulärztin arbeitet.

Ambulanz von Yeshi und Chunga Lhamo eröffnet

Als wir im Juni 2017 einen Besuch in Zatu machten, stand die neue Ambulanz bereits im Rohbau da. Yeshi und Chunga Lhamo, die seit 2011 gemeinsam eine Praxis für tibetische Heilkunde betreiben, hatten vor zwei Jahren bereits das dritte Mal umziehen müssen, weil die gemieteten Räume für anderes verwendet wurden. Da keimte der Entschluss, auf eigenem Grund und Boden eine Praxis zu bauen.

Gedacht, gesagt, getan: da Yeshi von seiner Familie ein Zwei-Zimmerhäuschen auf einem eigenen Grund bekommen hatte, worauf noch Platz war, wurde im Frühjahr 2017 mit dem Bau begonnen. Dafür hatten die beiden mutigen Ärzte, die inzwischen vier Kinder im Alter von 1 – 9 Jahren haben, einen Kredit bei einem Verwandten aufgenommen. Mit ihrer Praxis verdienen sie kein Geld, Yeshi arbeitet ehrenamtlich und die Medikamente werden kostengünstig abgegeben.

Das Familieneinkommen bestreitet Chunga Lhamo mit ihrer Anstellung als Schulärztin in Yushu, wo sie mit den vier Kindern lebt, wenn keine Ferien sind. Yeshi wiederum arbeitet in der Praxis, fährt in die Nomadengebiete zur ärztlichen Versorgung der Menschen dort und hat sich in den letzten Jahren weitergebildet, um auch zahnärztliche Hilfe anbieten zu können.

Das alles wäre ohne enormes Engagement dieses Ehepaares nicht möglich, aber auch nicht ohne die Hilfe von ROKPA mit Ihren Spenden.

Die Praxis wurde im April feierlich eröffnet: wie es der Brauch ist, mussten die Regale voll sein mit Medikamenten und ein befreundeter Arzt half Yeshi beim Umgang mit den Patienten, die schon Schlange standen. Ebenso wichtig war der Besuch von zwei Lamas, die die Praxis segneten.

Inzwischen ist auch der neue Zahnarztstuhl für die zahnmedizinische Behandlung eingetroffen, Yeshis ganzer Stolz. Zuvor mussten sich die Patienten mit Zahnproblemen auf einer Campingliege behandeln lassen. Diese Zeiten sind nun vorbei. Die neue Ambulanz ist an einer der neuen Hauptstraßen von Zatu gelegen und eine kostbare Bereicherung für den Ort, der das Zentrum einer abgelegenen Nomadenregion bildet. Hierher kommen die Menschen aus den Bergregionen um ihre Erzeugnisse zu verkaufen und für ihre Bedürfnisse einzukaufen. Eine  ärztliche Behandlung und Medikamente für wenig Geld bedeutet großen Segen für die  Menschen hier in der ländlichen Region, in denen die Einkommen sehr gering sind.

Mit Ihrer Spende mit dem Stichwort „medizinische Hilfe in Tibet“ bewirken Sie viel!

Praxis Tibetische Medizin Header

Besuch bei Chunga Lhamo und Yeshi Sommer 2017

Reisebericht von Barbara Pfeiffer

Dank besserer Straßen kann man Zatu inzwischen von Yushu aus in ca. vier Autostunden erreichen. Wir haben Mitte Juni und kommen über mehrere Pässe. Dort hat sich der Dauerregen in Schnee verwandelt. Unterwegs halten wir in einem Dorf, weil es einen Laden gibt. Interessant, was man hier alles kaufen kann: im Prinzip alles! Von Batterien über Süßigkeiten zu Reis, Schuhen und Hüten! Ich fühle mich an den Laden von Frau Was bei Jim Knopf von der Augsburger Puppenkiste erinnert. Alles, was der Mensch in dieser abgelegenen Gegend, weit vom nächsten größeren Ort so braucht, gibt es hier.

In Zatu erwarten uns Chunga Lhamo und ihr Mann Yeshi bereits. Auch die Kinder sind dabei im Auto. Wie die Orgelpfeifen, die drei Mädchen und der Bub, noch ein Säugling. Ich bewundere die Energie, mit der Chunga Lhamo das alles meistert. Wir fahren zum Haus der Schwiegereltern, das momentan leer steht. Die ganze Familie ist unterwegs. Von Mai bis Juli graben die Tibeter nach dem „Jartsa Gönbu“, das ist zu Deutsch „Sommergras-Winterwurm“  (Ophiocordyceps sinensis, Chinesischer Raupenpilz), eine Spezies, die hauptsächlich hier im Hochland vorkommt und ein wichtiger Bestandteil sowohl für Medikamente der tibetischen als auch chinesischen Heilkunde ist. Das macht ihn zur Haupteinnahmequelle der Familien in diesen Regionen. Mit Sack und Pack sind sie unterwegs, um dieses Halbwesen zwischen Pflanze und Tier auszugraben und dann auf dem Markt möglichst teuer zu verkaufen. Zatu ist einer der Hauptumschlagplätze für diese Ware. Der Jartsa Gönbu gilt allgemein als sehr vitaminreich und wird als Stärkungs-und Potenzmittel sowohl in der tibetischen als auch der chinesischen Medizin eingesetzt.

Nach einem Imbiss besuchen wir die Ambulanz der beiden Ärzte, die noch vorübergehend in einem Raum schräg über den Hof untergebracht ist. Dort finden wir in Regalen an der Wand Kräuterpillen in großen Gläsern, Kräuter, die in blauen großen Tonnen gelagert werden, ein Desinfektionsgerät, abgepackte Medikamente in einer Vitrine. Darüber hinaus zeigt uns Yeshi seine zahnärztlichen Instrumente, mit denen er die Zähne seiner Patienten untersucht, flickt und auch zieht, wenn es notwendig ist.

Endlich geht es zum Neubau der Praxis, der auf Yeshis eigenem Grundstück steht. Damit ist sichergestellt, dass die Praxis nicht immer wieder umziehen muss, wie in den letzten Jahren. Der Rohbau ist fertig. Insgesamt gibt es drei Räume. Einer wird als Apotheke und Untersuchungsraum dienen, einer als zahnärztlicher Behandlungsraum und der dritte Raum ist für Patienten, die über Nacht bleiben müssen, gedacht. Der Bau wurde von Yeshi und Chunga Lhamo vorfinanziert durch ein Darlehen bei einem Verwandten. Nun können wir Ihr dank großzügiger Spenden, das Geld für den Bau übergeben. Noch ist einiges zu tun. Es fehlt ein Holzfußboden, Regale müssen angefertigt werden. Im Hof soll ein Brunnen gegraben werden und auch eine Toilette ist notwendig, die im Außenbereich sein wird, wie in den meisten traditionellen Häusern in Tibet. Die neue Praxis liegt an einer der neuen Straßen. Gegenüber ist ein Neubaugebiet. Sie wird leicht zu finden sein für die Patienten aus dem Ort und von außerhalb. Chunga Lhamo und Yeshi untersuchen die Patienten kostenlos, ebenso geben sie die Medikamente kostenlos oder zu einem geringen Preis ab. Deshalb wird in der Regel die Praxis gut besucht von all denen, die sich sonst einen Arztbesuch und eine Medikation nicht leisten könnten.

Das funktioniert nur wenn wir Spenden für medizinische Hilfe in Tibet bekommen. Ihre Spenden.

Yeshi ist ein viel beschäftigter Mann. Ein Aktivist. Sein Heimatort ist Zatu, wo er auch die gemeinsame Praxis mit Chunga Lhamo betreibt. Er behandelt nicht nur Patienten mit Erkältungen, Magen-Darm-Problemen und Rheumatismus usw., sondern kann auch Zähne behandeln oder ziehen. Wenn ihm Zeit bleibt, fährt er im Sommer in die umliegenden Nomadengebiete, um die dort lebenden Menschen medizinisch zu versorgen. Er gibt die Medikamente kostenlos an seine Patienten. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit ist auch medizinische Aufklärung, insbesondere über die Prävention von HIV, Tb und andere hochansteckende Krankheiten. Doch nicht nur das, letzten Sommer hat er sie auch dazu angeregt, den in der Gegend herumliegenden Müll zu sammeln. Yeshi kann so aktiv sein, weil seine Frau Chunga Lhamo die Familie mit ihrem Gehalt ernährt und weil ROKPA die Medikamente bezahlt, die er an die Patienten gibt. Er selbst bekommt kein Gehalt. Wir wünschen uns, dass viele Menschen so aktiv sind wie Chunga Lhamo und Yeshi. Und wir möchten Chunga Lhamo und Yeshis Arbeit mit Ihrer Spende für medizinische Hilfe in Tibet unterstützen!

 

Chunga Lhamos Praxis

So vielen Menschen helfen wie möglich

Das ist das Motto von Chunga Lhamo: „Ich möchte so vielen Menschen wie möglich helfen.“ Die heute Anfang Dreißigjährige war neun Jahre alt, als sie das Glück hatte, einen Schulplatz in der Waisenschule von ROKPA in Yushu zu bekommen. Sie war in der ersten Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die zu Ärzten der tibetischen Heilkunde ausgebildet wurden und 2006 ihr Diplom machten. Anschließend bekam sie ein Stipendium für Großbritannien, wo sie in Edinburgh zwei Jahre lang Englisch lernte und Computerkenntnisse erwarb. Dann ging sie zurück in ihren Heimatort Jelong, wo sie schnell einen Arbeitsplatz im tibetischen Krankenhaus bekam.

Dokumentarfilm von Sitar Rose http://www.sitarrose.com

„Seit mein Vater starb, als ich ein kleines Mädchen war, ist es mein großer Wunsch, Menschen in den ganz abgelegenen Gebieten zu helfen, die keinen Arzt in der Nähe haben und vielleicht deshalb sterben müssen, so wie mein Vater.“ Aus diesem Grund hat Chunga Lhamo 2011 mit ihrem Mann Yeshi zusammen eine eigene kleine Arztpraxis in Zatu, vier Autostunden von Yushu entfernt, aufgemacht.

„Unsere Behandlung umfasst Beschwerden von einfachen Erkältungen bis hin zu Bluthochdruck, Arthritis, Magen- und Gallenproblemen. Außerdem bieten wir zusätzlich einfache zahnmedizinische Behandlungen an, was uns von anderen Praxen unterscheidet.“ Im Sommer fahren sie in die Nomadengebiete und bieten Sprechstunden an für die Menschen, die sonst tagelange Fahrten zum nächsten Krankenhaus auf sich nehmen müssten. Chunga Lhamo leistet Geburtshilfe und beide machen Patientenbesuche zu Hause.

Das können sie leisten, weil die kleine Praxis Unterstützung von ROKPA bekommt. Bewusst hat sich das Paar dafür entschieden, dass Yeshi ganz für die Praxis zuständig ist  und Chunga Lhamo den Familienunterhalt mit ihrem Gehalt als Schulärztin in Yushu bestreitet. Inzwischen haben sie drei kleine Töchter und Chunga Lhamo arbeitet fast rund um die Uhr: von Montag bis Freitag in der Schule, am Wochenende in Zatu, dazu noch der Haushalt und die Kinder.

Yeshi hat eine Zusatzausbildung für zahnärztliche Grundbetreuung und schon so manchen Eiterzahn gezogen und Patienten von unerträglichen Schmerzen befreit. Nun gibt es eine neue Herausforderung. Die gemieteten Praxisräume mussten sie wegen Kündigung aufgeben und haben für den Übergang eine Notlösung gefunden.

„Wir bauen zwei Praxisräume auf unserem eigenen Grund, direkt neben unserem Wohnhaus. Das liegt direkt an einer neuen Straße und wird für die Patienten gut zugänglich sein. Die Baugenehmigung haben wir und einen Kredit von der Bank. Wir bitten um die Hilfe von ROKPA, damit wir diesen Kredit bald ablösen können!“

Chunga Lhamo und Yeshi haben sich ca. 9.000 Euro geliehen, um ihr Projekt dauerhaft und unabhängig zu machen, um möglichst vielen Menschen zu helfen. Wir bitten Sie, liebe Spender und Freunde von ROKPA, um Spenden für die medizinische Hilfe in Tibet, die dringend gebraucht wird.